Es ist zwar schon 16 Jahre her, aber die Bilder hat er immer noch vor Augen. „Überall war Blut in der Kirche“, sagt Fölsing. Eine Frau hatte sich während der Christmette zwei Handgranaten gezündet und sich und zwei weitere Menschen umgebracht. „Das war mein heftigster Einsatz“, sagt er. Doch dies ist zum Glück nur ein Einzelfall. Sonst wird er bei alltäglichen Feuerwehreinsätzen gerufen. Zum Beispiel, wenn eine Gartenhütte brennt oder bei einem Verkehrsunfall. Aber auch Tiere brauchen mal die Hilfe der Feuerwehr – sofern sie diese annehmen: „Wir sollten eine Ente auf dem Main retten. Sie hatte einen gebrochenen Flügel. Doch sie wollte sich nicht helfen lassen und schwamm auf und davon.“
Fölsing hat sehr viel Spaß an seinem ehrenamtlichen Job. Schon mit zehn Jahren fing er bei der Jugendfeuerwehr an und freut sich sehr darüber, dass noch heute Freunde aus dem Kindergarten ebenfalls mit ihm bei der Feuerwehr sind.
Mit Unterbrechung von zwei Jahren ist er seit elf Jahren Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Sindlingen – eine verantwortungsvolle Aufgabe. Damit im Notfall alles reibungslos abläuft, unterrichtet er einmal die Woche die anderen 15 freiwilligen Helfer, erstellt den Dienstplan und kümmert sich noch um viele andere organisatorische Dinge.



















