„Wenn Betriebe mehr Kosten haben, müssen sie versuchen, an anderer Stelle Geld einzunehmen. Das ist eine ganz einfache Rechnung“, sagt Peter Sachs von der Kreishandwerkskammer Main-Taunus. Denn die steigenden Spritpreise sind für Handwerker, die täglich zu ihren Kunden fahren müssen, ein hohe Belastung. „Wahrscheinlich wird den Handwerkern in Zukunft nichts anderes übrig bleiben, als eine Anfahrtspauschale zu erheben.“ Also zahlt der Verbraucher nicht nur an der Tankstelle, sondern auch für den Klempner in Zukunft drauf.
„Es gibt nur wenige, die nicht von den Spritpreisen betroffen sind“, sagt Sachs. Auch mobile Pflegedienste können auf das Fahrzeug nicht verzichten. „Wir müssen in Zukunft die Preise erhöhen“, sagt Berit Ribbehege vom Mobilen Frankfurter Pflegedienst.
Weniger Umsatz machen auch Taxifahrer und deshalb wird die Fahrt teurer: Der Grundpreis pro Fahrt steigt um fünf Cent und das Wegstrecken-Entgelt um fünf bis sechs Prozent. Die Tariferhöhung hat der Frankfurter Ordnungsdezernent Markus Frank für den Herbst zugesagt.
Die Deutsche Post leidet zwar unter den steigenden Kosten, will die Preissteigerung aber nicht auf den Kunden abwälzen. „Wir haben jede Menge Fahrzeuge – die Preise an der Tankstelle setzen uns extrem unter Druck“, sagt Alexander Böhm von der Deutschen Post. „Wir müssen aber an anderer Stelle sparen und die Touren optimal abfahren.“
Die Müllgebühren der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) seien auch nicht von den steigenden Preisen an der Tankstelle betroffen: „Letzten Endes muss die FES mit den hohen Kosten leben und sie selbst tragen. Wir werden diese nicht an den Kunden weitergeben“, sagt FES-Pressesprecherin Stephanie Pieper.
Zwar treffen die Benzinpreise auch die FES hart, doch es müsse nach Alternativen wie Hybrid- oder Elektro-Fahrzeugen geschaut werden.
Nicht nur die Taxifahrt wird wegen der hohen Benzinpreise teurer.




















