Hundehasser hetzen Rentnerin durch Wohnanlage

    • aHR0cDovL3d3dy5leHRyYXRpcHAuY29tL25ld3MvYXVmcmVnZXIvaHVuZGVoYXNzZXItaGV0emVuLTIzMDM5NzIuaHRtbA==2303972Mit Stock verprügelt, weil sie Gassi ging0true
    • 06.05.12
    • Aufreger
    • Drucken

Mit Stock verprügelt, weil sie Gassi ging

    • recommendbutton_count100
    • 0
    • 0

Frankfurt – Zwei Hundehasser haben offenbar eine Rentnerin durch eine Wohnanlage an der Brüder-Grimm-Straße gehetzt und mit einem Stock niedergeschlagen. Weil sie mit ihrem Hund Gassi ging. Seit Jahren soll das Pärchen die Nachbarschaft in Angst und Schrecken versetzen. Von Christian Reinartz

© rz

Nurten Demirköprü zeigt auf die Stelle, an der sie zu Boden ging. Von hinten haben die Hundehasser sie mit einem Stock auf den Rücken geschlagen. Die Täter kennt sie: „Das war ein Pärchen aus der Nachbarschaft.“

Ich hatte Todesangst!“ Auf Nurten Demirköprüs Stirn bilden sich glitzernde Schweißperlen. Sie beginnt am ganzen Körper zu zittern, als sie über das spricht, was am Donnerstag vor einer Woche in der Wohnanlage der Nassauischen Heimstätte an der Brüder-Grimm-Straße in Frankfurt passiert ist. Es ist schon dunkel als die Rentnerin Hund Massin ausführt. „Plötzlich habe ich die Zwei hundert Meter entfernt gesehen“, sagt Demirköprü. Der Mann habe sich einen Stock geschnappt und sei auf sie zugelaufen. „Ich habe sofort gemerkt, dass die es auf mich abgesehen haben“, sagt Demirköprü aufgeregt.

Obwohl die Rentnerin zwei künstliche Hüftgelenke hat, flüchtet sie halb rennend mit Massin über die Wiese der Wohnanlage. Doch die Frau versucht ihr den Weg abzuschneiden, so Demirköprü. „Die hatte auch einen langen Ast in der Hand.“ Dann verschwimmt die Erinnerung. „Ich weiß noch, dass ich von hinten niedergeschlagen wurde“, sagt sie: „Dann bin ich gestürzt.“ Das Pärchen sei daraufhin geflüchtet.

Erst einige Zeit später gelingt es der verletzten Frau einen Nachbarn zu alarmieren. Der ruft den Rettungsdienst und die Polizei. Polizeisprecherin Isabell Neumann: „Wir ermitteln gezielt in eine bestimmte Richtung.“

Offenbar nicht der erste Übergriff in der Wohnanlage

Sind sie Täter überführt, drohen ihnen laut Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren, weil die Tat gemeinschaftlich und mit einem Gegenstand als Tatwaffe begangen worden ist.

Dazu kommt: Der Übergriff ist offenbar nicht der erste in der Wohnanlage. „Die beiden terrorisieren hier die ganze Nachbarschaft seit Jahren“, sagt eine ältere Bewohnerin aufgebracht: „Mich beleidigen sie immer und schreien mich von ihrem Balkon aus an.“ Eine andere Nachbarin ist auch schon angegangen worden: „Wir leben hier alle in Angst vor diesem Pärchen.“

Die Nassauische Heimstätte sieht sich unterdessen machtlos: „Uns sind die Hände gebunden. Wir haben wenig Möglichkeiten“, sagt Sprecher Jens Duffner. Er rät den Betroffenen, Protokolle mit Uhrzeit und Datum der Vorfälle anzufertigen. „Erst auf dieser Grundlage könnten wir tätig werden.“ Genau das wollen die Mieter der Wohnanlage jetzt tun. Sie alle verbindet eine Hoffnung: „Vielleicht hören die dann endlich auf, uns zu terrorisieren.“ 

zurück zur Übersicht: Aufreger

Lesen Sie auch:

Tatort Jobcenter: Was tun für die Sicherheit der Mitarbeiter?

Tatort Jobcenter: Was tun für die Sicherheit der Mitarbeiter?

Region Rhein-Main – Angst am eigenen Arbeitsplatz. Die quält allen Anschein nach noch immer zahlreiche Mitarbeiter in den Frankfurter Jobcentern. Der Personalrat kritisiert, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu langsam umgesetzt werden. Von Dirk BeutelMehr...

Kommentare

Aktuelle Fotostrecken

zurück

  • Attentat in London: Soldat auf offener Straße ermordet

  • Bilder nach dem Horror-Tornado in Oklahoma

    Aufräumen Oklahoma
  • Amok in Bank: Israeli tötet vier Menschen und sich selbst

vor

weitere Fotostrecken:

Werden Sie Fan!

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/rheinmainextratipp300truefalsefalse

Themen aus der Region

Dieburg: Altstadt-Kiosk darf weitermachen

Dieburg: Altstadt-Kiosk darf …

Dieburg – Große Freude bei allen Kunden des Dieburger Altstadt-Kiosks neben der Gnadenkapelle. Vor allem bei den …Mehr...

45 Millionen Dollar erbeutet: Hacker haben Sicherheitsprotokolle zahlreicher Bankkarten geknackt

45 Millionen Dollar erbeutet: …

Region Rhein-Main – Um die 45 Millionen Dollar (etwa 34 Millionen Euro) ergaunerten Hacker mit Bankkartendaten. Sie …Mehr...

Mit ihrem ersten Krimi landet Elisabeth Florin aus Schmitten auf Platz eins der Bestseller-Liste in Südtirol

Taunus-Autorin ist Nummer …

Schmitten – Im Zug von Berlin nach Frankfurt, im Hotelrestaurant und am Flughafen ist das Erstlingswerk der erfolgreichen …Mehr...

Kontakt

Logo Rhein-Main EXTRA-TIPP

Sie haben eine Frage zu einem Artikel, haben ein Problem mit der Zustellung unserer Zeitung oder möchten eine Anzeige aufgeben? Klicken Sie sich direkt zu Ihrem Kontakt durch...

Hitlisten der Woche

  • Meist gelesen
  • Meist kommentiert
  • Themen
Klaus-Peter Müller mit dem Muster des wertvollen Anhängers, den seine Frau jahrelang in Gold um den Hals trug.

Neue Masche: Trickdiebstahl vor der eigenen Haustür

Frankfurt – Trickbetrüger werden immer dreister und tauchen mittlerweile auch dort auf, wo man sie am wenigsten erwartet. Am Dienstag wurden Klaus-Peter und Monika Müller direkt vor ihrer Haustür in einer ruhigen Wohngegend im Frankfurter Osten bestohlen. Von Fabienne SeibelMehr...

Noch entspannt: Sängerin Senna Guemmour in der Wüste Namibias vor Beginn der Aufzeichnungen für die neuen RTL-Show. Foto: nh

Senna Guemmour kämpft um die RTL-Wüsten-Krone

Frankfurt – Sie sang sich als Girlband-Mitglied in die Charts, unterhielt als Moderatorin und bewertete Gesangs-Talente als Jurorin – Senna Guemmour aus Frankfurt hat viele Talente. Zur Zeit kämpft sie sich durch die Wüste Namibias. Von Angelika PöppelMehr...

ballon

Zwei Tote bei Heißluftballon-Crash

Ankara - Der Absturz eines Heißluftballons in der Türkei hat am Montag zwei Touristinnen in den Tod gerissen. 23 weitere Menschen wurden verletzt, acht von ihnen schwer.Mehr...

Nitrobenzol ist beim Kontakt mit der Haut und beim Einatmen giftig.

Giftwolke unterwegs: Chemieunfall in Höchst

Frankfurt -  Auf dem Gelände der ehemaligen Höchst AG kam es heute Nachmittag zu einem Zwischenfall. Der giftige Stoff Nitrobenzol ist ausgetreten. Eine Wolke steuert auf Höchst und Unterliederbach zu.Mehr...

Immer öfter werden Jobcenter-Mitarbeiter brutal angegriffen.

Tatort Jobcenter: Was tun für die Sicherheit der Mitarbeiter?

Region Rhein-Main – Angst am eigenen Arbeitsplatz. Die quält allen Anschein nach noch immer zahlreiche Mitarbeiter in den Frankfurter Jobcentern. Der Personalrat kritisiert, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu langsam umgesetzt werden. Von Dirk BeutelMehr...

Ein Foto aus besseren Tagen: Yüksel D. (rechts) bei Eröffnung der Offenbacher Boutique im Jahre 2009 mit einem Geschäftspartner, der mit dem laufenden Prozess nichts zu tun hat.

Yüksel D.: Auch in Handschellen bester Laune

Offenbach - Betrug in sieben Fällen und zwei versuchte Taten wirft die Staatsanwaltschaft Yüksel D. vor. Am Mittwoch war Prozessbeginn am Amtsgericht Offenbach.Mehr...

Artikel lizenziert durch © extratipp
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.extratipp.com

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.