Vier verschiedene Strecken hat die Arbeitsgruppe Mountainbike-Park ausgearbeitet, zwischen 15 und 25 Kilometer lang. Und diese Routen seien nicht nur für jüngere Fahrer interessant, sondern auch für ältere, sagt Christoph Piotrowski. Der Stadtverordnete der CDU fährt selbst Mountainbike und hat die Park-Planungen maßgeblich vorangetrieben.
Gemeinsam wurden deshalb von der Arbeitsgruppe Mountainbike-Park vier Routen erarbeitet: Eine am Judenkopf, eine am Rossert, eine dritte um den Staufen und eine weitere bei Ehlhalten. Technisch anspruchsvoll sollen sie sein, viele Höhenmeter anbieten und natürlich Einkehrmöglichkeiten. Dass dies noch in diesem Jahr umgesetzt wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn nicht jeder unterstützt die Schaffung der Bike-Strecken.
Auch die Tierwelt brauche ihre Rückzugsmöglichkeiten. „In dem Gebiet gibt es einige geschützte Arten“, sagt der stellvertretende Forstamtsleiter. Schon jetzt seien Ruhebereiche für Schwarzstorch, Wildkatze und Co. sehr stark eingeschränkt. Diese Kritikpunkte wurden gegenüber der Arbeitsgruppe Bike-Park deutlich gemacht. Jetzt wartet man im Königsteiner Forstamt auf neue Vorschläge.
In gut einer Woche wird sich die Arbeitsgruppe noch einmal treffen und möglicherweise weitere Vorschläge erarbeiten. Christoph Piotrowski ist sich jedoch sicher, dass es auf den bereits erarbeiteten Routen keine Flurschäden geben wird und auch Tiere nicht sehr gestört werden, „da die eher morgens und abends in der Dämmerung aktiv sind“ – also zu Zeiten, in denen sowieso nicht viele Biker unterwegs seien.
„Das ist ein schwieriges Thema“, räumt Eppsteins Erster Stadtrat Alexander Simon ein. Es gebe unterschiedliche Interessen und die würden nicht zu einander passen. „Die Mountainbiker wollen nicht auf den Wegen fahren und da wird es schwierig.“ Wie die Stadt Eppsteim dem Projekt Bikepark generell gegenüber steht, darauf kann Simon keine eindeutige Antwort geben.
Stadtrat ist für einen Kompromis
Am Ende wird aus Simons Sicht auf jeden Fall ein Kompromiss stehen. Er rechnet damit, dass alle Beteiligten Abstriche machen müssen.
Als Vermittler zwischen Forstamt, Arbeitsgruppe und Grundbesitzern fungiert der Zweckverband Naturpark Hochtaunus mit Sitz in Oberursel. „Zwei Arbeitssitzungen gab es bereits“, sagt Geschäftsführer Uwe Hartmann. Die vorgeschlagenen Strecken würden jetzt geprüft. Bis eine Lösung erarbeitet ist, schätzt Hartmann, werden noch Monate vergehen. Das Vorhaben der Biker kann auch am Naturpark selbst scheitern: Denn der vermittelt nicht nur, sondern kann auch bestimmen, ob der Park überhaupt genehmigungsfähig ist.
Bike-Freunde treffen sich am Samstag, 5. Mai, um zehn Uhr am Bahnhof Eppstein für eine zweite Testfahrt.


© juleChristoph Piotrowski

















