003.09.10|News&Welt|News&Welt|
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Tokio - Ungeachtet von Protesten internationaler Umweltschutzorganisationen schlachten japanische Fischer jedes Jahr Delfine ab. Fischer haben nun die ersten Tiere in einer Bucht zusammengetrieben.

© dpa
Japanische Fischer treiben Delfine zusammen, um sie dann abzuschlachten (Archivbild).
Die Tierschutzorganisation Sea Shepherd erklärte am Freitag, dies sei am Donnerstag geschehen. Die Fischereibehörde teilte mit, einige Delfine seien für Aquarien gefangen worden. Die anderen seien am Freitagmorgen freigelassen worden. Ein Sprecher der Behörde in Taiji sagte, die Kritik an dem Ort aus dem Westen sei unfair. Die Menschen versuchten lediglich, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Landwirtschaft oder Viehzucht seien wegen der steinigen Landschaft schwierig.
Ric O'Barry, der Star des Oscar-gekrönten Dokumentarfilms “The Cove“ über die Delfinjagd in Japan, hat in Tokio rund 100 Anhänger versammelt und gegen das Schlachten protestiert. Er reiste in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen nicht nach Taiji, weil er Drohungen ultranationalistischer Gruppierungen erhalten hatte. “Die Bucht“ (The Cove) zeigt blutige Bilder von der Delfin-Jagd in Taiji, einem Dorf am Meer. O'Barry und seine Mitstreiter filmten das Schlachten heimlich.
Der heute 70-Jährige war in den 60er Jahren Trainer des TV-Delfins “Flipper“, inzwischen hat er sein Leben der Delfinrettung gewidmet und legt sich mit legalen und illegalen Aktionen mit einer Milliardenindustrie an.
dapd
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