003.03.10|News&Welt|News&Welt|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Santiago de Chile/Concepción - Mit gepanzerten Fahrzeugen und Straßensperren ist das Militär gegen Plünderer im chilenischen Erdbebengebiet vorgegangen. Die Lage sei nun unter Kontrolle, heißt es.

© ap
Das Militär hat die Plünderungen in Chile nach eigener Aussage im Griff.
Nach dem verheerenden Erdbeben in Chile ist das Militär mit harter Hand gegen Plünderer vorgegangen. “Die Lage ist unter Kontrolle“, sagte Staatspräsidentin Michelle Bachelet nach Medienberichten vom Mittwoch. “Die Soldaten sorgen in den betroffenen Gebieten nicht nur für Ordnung und Sicherheit, sondern verteilen auch Lebensmittel, Trinkwasser und andere Hilfsgüter.“ Der Militär errichtete eine Luftbrücke in die vom Erdbeben zerstörten Regionen Maule und Bíobío. 50 Maschinen brachten erstmals seit dem Beben vom Samstag Lebensmittel und Medikamente für die etwa zwei Millionen Opfer. Dank starker Militärpräsenz und nächtlicher Ausgangssperren kam es kaum noch zu Plünderungen und Raubüberfällen wie in den ersten Tagen nach dem Beben der Stärke 8,8. Bei einem der heftigsten je registrierten Beben waren mindestens 795 Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden noch hunderte Menschen vermisst. Die Zahl der Verletzten war unbekannt.
Auch Clinton hob bei einen Kurzbesuch in Santiago die Leistungen Bachelets hervor. “Sie und ihre Regierung haben große Führungsqualitäten bewiesen, und wir bewundern den Mut des chilenischen Volkes“, sagte sie. Zugleich übergab sie Satellitentelefone, um die Kommunikation in den vom Beben verwüsteten Regionen zu verbessern. Eine Mitarbeiterin der Hilfsorganisation World Vision, Paula Saez, berichtete unterdessen von schweren Zerstörungen in den Regionen Bíobío und Maule. “Einige Städte wie zum Beispiel Chillan, Curico und Lota sind von der Außenwelt abgeschnitten und zum Teil komplett zerstört. Die Menschen brauchen dringend Nahrungsmittel und Trinkwasser. Manche Dörfer, wie beispielsweise Puerto Saavedra, erscheinen völlig menschenleer. Die Bewohner haben sich aus Angst vor weiteren Flutwellen in die umliegenden Wälder und auf höher gelegene Hügel zurückgezogen“, teilte die Organisation mit.
dpa
zurück zur Übersicht: News&Welt

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Facebook 'Like' wird geladen...

Karte wird geladen...


