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An Beispielen: Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

009.06.09|News&Welt|News&Welt|
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  • Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

    HERLITZ Der Berliner Senat hatte die Fortführung der laufenden Geschäfte mit einem Kredit von 15 Millionen Euro gesichert. Im August 2005 kaufte sich der US-Finanzinvestor Advent mit 65 Prozent in das wieder gesunde Unternehmen ein. © dpa

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    HERLITZ Der Hersteller von Schreib- und Papierwaren meldete im April 2002 Insolvenz an. In einer Rekordzeit von zweieinhalb Monaten wurde das Verfahren durchgezogen. Die Gläubiger verzichteten weitgehend auf ihre Forderungen, rund 3.000 Arbeitsplätze waren gerettet. © dpa

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    GRUNDIG Der traditionsreiche Radio- und Fernsehgerätehersteller aus Fürth, später mit Hauptsitz in Nürnberg, ging im April 2003 pleite. Ende Januar 2004 wurde Grundig vom türkischen TV-Konzern Beko und die englische Hauselektronik-Gruppe Alba übernommen. © dpa

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    GRUNDIG Entwicklung und Fertigung wurden weitestgehend in die Türkei verlagert. In Deutschland blieben etwa 200 Arbeitsplätze im Vertrieb, von zuletzt 2.800 Jobs vor dem Konkurs. © dpa

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    HERTIE ist ein aktuelles Beispiel. Die aus den 2005 von Arcandor (damals noch KarstadtQuelle) als unrentabel verkauften kleineren Karstadt-Filialen hervorgegangene Warenhauskette konnte sich trotz Verkleinerung und Arbeitsplatzabbau nicht halten. © dpa

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    Im Juli 2008 meldete Hertie Konkurs an, am 20. Mai 2009 beschloss die Gläubigerversammlung das endgültige Aus für die noch 54 Geschäfte. Als einen Grund für das Scheitern einer Rettung nannte der Insolvenzverwalter die hohen Mieten, des Hertie-Eigentümers, des Finanzinvestors Dawnay Day. © dpa

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    HOLZMANN Bereits 1999 hatte dem Holzmann-Konzern die Pleite gedroht. Bundeskanzler Gerhard Schröder verhinderte sie durch seine Intervention in letzter Sekunde. Das Unternehmen konnte seine Schwierigkeiten jedoch nicht dauerhaft beheben. © dpa

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    HOLZMANN Im März 2002 beantragte die Philipp Holzmann AG Insolvenz, nachdem wichtige Gläubigerbanken das vorgeschlagene Sanierungskonzept abgelehnt hatten. Das Unternehmen wurde schließlich abgewickelt und in Teilen verkauft. © dpa

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    IHR PLATZ Die Drogeriemarktkette “Ihr Platz“ war Mitte 2005 zahlungsunfähig. Sie schaffte nach Übernahme durch den Finanzinvestor Goldman Sachs in nur acht Monaten eine Restrukturierung. Dabei wurden 80 defizitäre Filialen geschlossen und etwa 700 von rund 8.800 Stellen gestrichen. © dpa

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    Im Oktober 2007 kaufte Marktführer Schlecker das Unternehmen mit damals noch rund 7.000 Mitarbeitern und etwa 700 Filialen. © dpa

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    Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

    JUNGHANS Der schwarzwälder Uhrenhersteller Junghans beantragte im August 2008 das Insolvenzverfahren. Im Januar 2009 wurde die Traditionsmarke an eine Unternehmerfamilie verkauft. © dpa

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    JUNGHANS Der Geschäftsbetrieb der Uhrenfabrik sollte mit zunächst 85 der rund 110 Beschäftigten fortgesetzt werden. © dpa

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    PFAFF Der Nähmaschinenproduzent, der seit 1999 von dem gleichnamigen Hersteller von Haushaltsnähmaschinen vollständig getrennt ist, meldete 2008 zum zweiten Mal Insolvenz an. Ein erster Rettungsversuch scheiterte im September, die 400 Mitarbeiter in Kaiserslautern wechselten in eine Transfergesellschaft. © dpa

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    PFAFF Ende März wurde die Pfaff Industrie Maschinen AG von dem rheinland-pfälzischen Maschinenbauunternehmen Richter übernommen und die Schaffung von 300 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Haushaltsnähemaschinensparte wurde schon bei der ersten Insolvenz abgespaltet. Sie gehört heute dem US-Konzern SVP Worldwide. © dpa

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    Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

    SINN-LEFFERS Die ehemalige KarstadtQuelle-Tochter beantragte im August 2008 die Eröffnung eines sogenannten Insolvenzplanverfahrens in Eigenverantwortung. © dpa

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    Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

    SINN-LEFFERS Die Modekette schloss 22 Standorte und entließ 1.300 Mitarbeiter, konnte aber rund 2.500 Arbeitsplätze an 25 Standorten erhalten. Im März stimmten die Gläubiger dem Insolvenzplan zu. © dpa

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    TMD Friction Der Bremsbelägehersteller aus Leverkusen war einer der ersten größeren Zulieferer, der in der Autokrise in Schwierigkeiten kam. Er meldete im Dezember 2008 Insolvenz an. Fast 300 Mitarbeiter wurden entlassen. Im April übernahm der in London ansässige Finanzinvestor Pamplona Capital Management die Unternehmensgruppe. Dadurch sollen bundesweit alle Standorte und 1.740 Arbeitsplätze gesichert sein. © dpa

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    WIENERWALD Nach mehreren Insolvenzen lebt der Name der einst legendären Schnellrestaurantkette mit der Spezialität Brathähnchen immer noch. © dpa

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    WIENERWALD 2007 kauften die Töchter des verstorbenen Gründers Friedrich Jahn die Markenrechte für Deutschland zurück. Inzwischen gibt es unter Leitung von Jahn-Enkel Daniel Peitzner wieder über 40 Restaurants sowie einen Lieferservice. © dpa

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