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Drag Queen Law-Ra Vicious erobert in kürzester Zeit Frankfurt

Sie tanzt aus der Reihe

Frankfurt – Als jüngste Drag Queen Frankfurts wird Law-Ra Vicious für Partys gebucht, moderiert Veranstaltungen und tanzt auf ihrer eigenen Partyreihe. Mit ihrem schnellen Erfolg in der „Drag-Hauptstadt“ Frankfurt lässt sie die Konkurrenz alt aussehen. Von Angelika Pöppel

Drag Queen Law-Ra Vicious aus Frankfurt liebt den großen Auftritt.

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Drag Queen Law-Ra Vicious aus Frankfurt liebt den großen Auftritt.

Mit blonder Perücke und viel Schminke fühlt sie sich wohl.© nhMit blonder Perücke und viel Schminke fühlt sie sich wohl.

„Ich bin das ungezogene kleine Mädchen in der Drag-Familie“, sagt Drag Queen Law-Ra Vicious. Innerhalb von nur einem Jahr hat es Lora in die Liga derbekanntesten Frankfurter Drag Queens, wie Babsi Heart, Jessica Walker und Crystel Cox, geschafft. „Ich spiele nicht die Grand Madame, mit opulenten Kleidern und riesigen Perücken. Ich bin die Riesen-Barbie.“ Law-Ra setzt auf Sex – besonders bei ihren Outfits. „Zu sexy gibt es nicht“, sagt sie. Sie tanzt gerne aus der Reihe und stolpert auch mal betrunken durch den Club. Das gehört zu ihrem Charakter. Und der ist entscheidend für eine Drag Queen. „Ein Mann der sich als Frau verkleidet, ist noch lange keine Drag“, erklärt Law-Ra.

Mit dem Leben des 23-jährigen Studenten, der sich hinter Law-Ra verbirgt, hat die freche Drag Queen nichts zu tun: „Das sind zwei unterschiedliche Menschen.“ Mit viel Lidschatten, Lipgloss und Rouge dauert die Verwandlung in Law-Ra zwei Stunden. Sie mag es bunt, auch beim Make-up. Wenn sie aber mit schwarz-geschminkten Augen auf einer Party auftaucht, dann hatte sie es eilig. Ihr persönlicher Geheimtipp: „Schatten zaubern optisch da etwas hin, wo nichts ist oder verstecken markante Stellen“, verrät sie.

Law-Ra fällt auf

Ihre Größe von 1,85 Meter – 2,04 Meter mit High Heels – oder das breitere Kreuz kann sie nicht verstecken, aber darum gehe es auch nicht: „Eine Drag ist nur ein Zitat von einer Frau mit ein bisschen zu viel von allem“, sagt Law-Ra. Ihre Outfits macht sie von Anfang an selbst. Die Heißklebepistole sei dabei die Geheimwaffe jeder Drag. Mittlerweile füllen ihre Kleider einen ganzen Schrank auf dem Dachboden. Sie will um jeden Preis auffallen. Und das hat sie geschafft. Vom Club holte sie der Veranstalter auf die Bühne der Schwulen- und Lesbenparade Christopher Street Day 2010 in Frankfurt. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Zahlreiche Veranstalter buchten sie, damit sie für gute Stimmung in den Clubs sorgt – auch im Ausland. Auf dem Hessentag 2011 in Oberursel tanzte sie bei der „Just White"-Party neben Medina auf der Bühne. Ihre erste Moderation hielt sie beim Drag-Queen-Schönheitswettbewerb Diva Deluxe im Club Pulse. Im vergangenen Jahr stellte sie dann mit dem Inhaber des Pulse ihre eigene Partyreihe „7“ auf die Beine. Zu jeder Party wurde eine Todsünde gefeiert. „Die Party sollte zu meinem Image passen und Law-Ra ist die Sünde.“ Zu jeder Party kreierte sie ein passendes Outfit und studierte eine Choreographie zu ihrer selbst gemischten Musik ein. Auch bei der Musik setzt sie auf popiges, im Gegensatz zu ihren Konkurrentinnen, die alte Klassiker bevorzugen.

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Law-Ra ist anders. Und das scheint ihr Erfolgsgeheimnis zu sein. „Andere Drags brauchen zehn Jahre um bekannt zu werden“, sagt sie. Sie kann schon heute von ihren Auftritten leben. Für 2012 ist die nächste Partyreihe im Pulse geplant. Und sie träumt von einem eigenen Blog im Internet. Comedy möchte sie nicht machen, vielmehr liegt ihr die Musik. Deshalb bastelt Law-Ra bereits mit einem Produzenten an ihrer Musikkarriere: „Jessica Walker ist mir leider zuvor gekommen, doch das geht noch besser.“

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