015.08.10|Sport|Sport|
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Groß-Umstadt – „In meiner Brust schlagen zwei Herzen“, sagt Holger Zindt, diplomierter Sport-Ökonom und Handball-Kenner. Denn er arbeitet für die beiden Handball-Zweitligisten Groß-Umstadt und Frankfurt, die am 27. August aufeinander treffen. Von Jens Dörr

© Jens Dörr
Sportlicher Leiter zweier Teams: Holger Zindt.
Am ersten Spieltag der Saison spielen der TV Groß-Umstadt und die HSG Frankfurt Rhein-Main gegeneinander – Teams mit ganz unterschiedliche Voraussetzungen und dennoch einem verbindenden Element: Holger Zindt. Der Handball-Fachmann spielte früher selbst bei der TSG Münster und in Groß-Umstadt in der Regionalliga.
Zindt ist einerseits Sportlicher Leiter beim TV Groß-Umstadt, der nach der überraschenden Regionalliga-Meisterschaft in der vergangenen Saison als Außenseiter in die Zweitliga-Saison geht. Andererseits ist Zindt maßgeblich daran beteiligt, dass es die HSG Frankfurt Rhein-Main überhaupt in dieser Form gibt. „Vor einiger Zeit hatten wir nur ein weißes Blatt Papier vor uns und den Willen der TSG Münster, etwas zu unternehmen und ein Handball-Aushängeschild für das Rhein-Main-Gebiet zu schaffen“, erinnert er sich. Münster, ein Stadtteil von Kelkheim, ist neben dem TV Wallau einer der beiden Trägervereine des Projekts HSG, das seine Verbundenheit durch den Namen HSG Frankfurt Rhein-Main demonstriert.
Mit der HSG Frankfurt will Zindt langfristig in die Erste Bundesliga
Von der eingleisigen Zweiten Liga aus soll der Weg über kurz oder lang ins Oberhaus führen. Unter anderem mit Torwart Thomas Bauer, Rückraum-Talent Andreas Schröder und Defensivstratege Patrick Mayr hat die HSG vielversprechende Neuzugänge vermeldet. Mit rund einer halben Million Euro und einem angepeilten Zuschauerschnitt von 1500 kalkuliert Zindt. Wo gespielt wird, ist noch offen: „Unser Wunsch ist die Ballsporthalle. Die Stadt Frankfurt ist bei den Konditionen schon auf uns zugekommen, noch verhandeln wir aber“, so Zindt.
In Groß-Umstadt bleibt der Turnverein in seinen Heimspielen der Heinrich-Klein-Halle treu, in die bei voller Auslastung etwa 1000 Zuschauer gehen. Die müssen sich auf mehr Niederlagen als zuletzt einstellen, denn sowohl Trainer Ralf Ludwig als auch Präsident Albert Welter betonten schon am Ende der vergangenen Runde, die Zweite Liga könne nur „ein Abenteuer“ sein. Platz neun ist sportlich unrealistisch, auch wenn die Mannschaft nahezu komplett blieb und etwa mit Florian See Ausnahmekönner besitzt.
Auch deshalb sagt Zindt: „Eigentlich braucht die HSG im ersten Spiel die Punkte in Groß-Umstadt dringender.“

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