Frankfurt – Als das neue Jahr 2011 begann, nahm das Drama seinen Lauf. Wichtige Spieler waren verletzt und die Eintracht stieg am Ende der Saison aus der Bundesliga ab. Heute steigen die Adler wieder nach der Winterpause in den Spielbetrieb ein. Diesmal geht‘s um den Aufstieg und doch fehlen wie vor einem Jahr wichtige Spieler.Von Axel Grysczyk

© Hübner
Erwin Hoffer (links) als Torschütze im Spiel gegen den MSV Duisburg. Das wollen die Fans auch heute gegen Braunschweig sehen.
Damals gewann man gegen St. Pauli nur noch ein Spiel. Zurückzuführen war dies damals auch darauf, dass viele Spieler zum Auftakt im neuen Jahr verletzt waren und die gesunden Akteure auf ungewohnten Positionen eingesetzt werden mussten. So fehlte damals die komplette Innenverteidigung, die Eintracht wurde zur Schießbude und die Sicherheit der Hinrunde ging flöten.
Stattdessen haben die Eintracht-Verantwortlichen die Abwehr verstärkt. In der Winterpause kamen aus der Bundesliga Martin Amedick (1. FC Kaiserslautern) und Heiko Butscher (SC Freiburg), dagegen verließen Georgios Tzavellas (AS Monaco) und Stefan Bell (FSV Mainz) aus der Defensive den Verein. Anderson ist derzeit verletzt, so dass beide Neuverpflichtungen auch spielen werden. Insbesondere Amedick könnte der Innenverteidigung mehr Halt geben. Dieser Mannschaftsteil kam durch die Schwächen von Gordon Schildenfeld hin und wieder stark ins Schlingern.
Auch der Gegner Eintracht Braunschweig hat auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen. Mit dem 21-jährigen kanadischen Nationalspieler Randy Edwini-Bonsu aus der finnischen Zweiten Liga kommt ein hoffnungsvolles Talent nach Braunschweig. Mit dem 21-jährigen Innenverteidiger Ermin Bicakcic vom VfB Stuttgart hat Trainer Torsten Lieberknecht die Abwehr verstärkt. Doch die entpuppt sich derzeit als Baustelle: Im Abwehrzentrum fehlen weiter Matthias Henn und Marcel Correia. Beste Chancen auf die Position hinten links hat Norman Theuerkauf, der den gesperrten Ken Reichel vertritt. Dessen Platz auf der Sechs könnte Marc Pfitzner übernehmen, der zuletzt viermal von der Bank kam. Hinten rechts plagt sich Benjamin Kessel mit muskulären Problemen. Das könnte genau die richtige Abwehr zum Selbstvertrauen tanken für die neue Offensivabteilung der Frankfurter sein.
Egal wie‘s ausgeht: Es bleibt zu hoffen, dass die Eintracht auf die offenen Fragen rund um Abwehr und Sturm überzeugende Antworten liefert, damit die Rückrunde wie im Jahr 2011 nicht zum Drama wird. Der eingefleischte Eintracht-Fan könnte es nicht nochmal ertragen, wenn die Eintracht-Kicker am letzten Liga-Spieltag wieder mit hängenden Köpfen auf dem Spielfeld stehen.
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