1129.08.10|Sport|Sport|
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Heusenstamm – Im Fußball sorgen Traineranweisungen, Schiedsrichterpfiffe und Fangesänge für eine enorme Geräuschkulisse. Von all dem bekommt Benjamin Schweda nichts mit. Der Fußballer ist gehörlos und spielt trotzdem mit den Nicht-Tauben in der Kreisoberliga. Von Andreas Einbock

© ane
Benjamin Schweda.
Wild gestikulieren die Spieler des TSV Heusenstamm im Trainingsspiel. Ein Stürmer fordert lautstark den Ball und schimpft, als er nicht angespielt wird. Nur ein Spieler rennt wortlos den Rasen hoch und runter und wird dennoch oft angespielt. Benjamin Schweda ist von Geburt an taub. Trotz seiner Einschränkung spielt der 22-Jährige seit seinem sechsten Lebensjahr Fußball.
„Natürlich muss ich viel mehr schauen und das Spiel überblicken als die anderen. Aber dadurch habe ich eine ganz gute Spielübersicht“, sagt der Weiskirchener etwas stockend, aber immer verständlich. Mit dem Sprechen hat er wenig Probleme, nur zum Verstehen braucht er den Blickkontakt, um von den Lippen zu lesen.
„Ich spiele wie Robben und Ribéry auf der Außenbahn und ziehe gern vorm Strafraum in die Mitte“, vergleicht er seine Spielposition mit den beiden Spielern vom FC Bayern. Wie das aussieht, bewies Schweda erst am Dienstag, als er ein Tor im Pokalspiel gegen Dreieichenhain schoss. „Das ist ein klasse Junge mit super Charakter. Für mich ist er wie mein zweiter Sohn“, beschreibt Abteilungsleiter Gerhard Preisendörfer den Neuzugang von der zuvor aufgelösten Mannschaft der Spielvereinigung Weiskirchen.
Gelungener Einstand im Nationalteam

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