Dieburg – Wenn entzückte oder verärgerte Rufe durch den Dieburger Schlossgarten hallen, kann man sicher sein: Der „Club de Pétanque“ trainiert wieder, trägt ein Meisterschaftsspiel aus oder gar eine ganze Hessenmeisterschaft (in der Disziplin „Doublette“) wie vor zwei Wochen. Von Jens Dörr

© jd
Höchste Konzentration – darauf kommt es beim Boule-Spiel besonders an.
Wenn in Dieburg die „Säue“ fliegen, dann hat das nichts mit artistischer „Schweinerei“ zu tun. Vielmehr schauen dann Dutzende Männer und Frauen einer kleinen, unscheinbaren Holzkugel hinterher. Dann folgen der „Sau“ oder auch dem „Schweinchen“ beziehungsweise „Cochonnet“ genannten Spielgerät mehrere Stahlkugeln mit einem Durchmesser zwischen 70,5 und 80 Millimetern und einem Gewicht von 650 bis 800 Gramm. Die warfen rund 90 Teilnehmer bei der Hessenmeisterschaft in die Luft. Bei einer früheren Veranstaltung knackten die Dieburger auch schon die 100-Teilnehmer-Marke in der Sportart, die gemeinhin besser als Boule bekannt ist.
Auf die Idee, diesen Sport in Dieburg zu etablieren, kam im Jahr 1992 Heiko Diehl. Als einige Tischtennis-Spieler des SV DJK Viktoria Dieburg „zu faul“, so Diehl, zum Trainieren waren und stattdessen mit aus Frankreich mitgebrachten Kugeln spielten, nahm alles seinen Lauf. Nach der Eintragung ins Vereinsregister stand Diehl dem Verein 17 Jahre vor und entwickelte den Boule-Sport in Dieburg maßgeblich mit. Inzwischen ist der „Club de Pétanque“ mit rund 50 lizenzierten Spielern (Mitglieder insgesamt: 70) von der Anzahl her die Nummer eins in Hessen, errichtete für einen fünfstelligen Euro-Betrag ein eigenes „Boulodrôme“ mit mehreren nebeneinander liegenden Bahnen.
Neben den Spielarten „Doublette“ (Zwei gegen Zwei) und dem Einzel mit dem Namen „Tête-à-tête“ gibt es im Boule außerdem noch das Triplette, in dem Dreier-Teams gegeneinander antreten. Egal wie, Spaß macht‘s immer.
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.