9506.12.09|Sport|Sport|8
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Obertshausen/Düsseldorf – Die Nummer eins war Peter Picard von Anfang an. Mit dieser Startnummer ging der Kampfkunstmeister aus Obertshausen ins Finale des ersten deutschen Sportmodel-Wettbewerbs in Düsseldorf. Der 47-Jährige siegte schließlich in der Kategorie „Senior“. Von Norman Körtge

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Peter Picard überzeugte nicht nur mit seinem muskulösen Körper, sondern auch mit seiner Kampfkunst-Technik.
„Schönheit allein reicht uns nicht“ – unter diesem Motto hatte die Düsseldorfer OM-Sportmodelagency zum ersten deutschen Sportmodel-Wettbewerb aufgerufen. Auf der Fitness-Messe Fibo in Essen war Peter Picards Tochter Janina auf den Wettbewerb aufmerksam geworden. „Sie selbst ist noch zu jung. Da hat sie mich überredet, mitzumachen“, erzählt der Obertshäuser vom Beginn seiner Modelkarriere. Eigentlich sei es nur „just for fun“ gewesen, sagt er. Aber die Mischung aus Sport und Achtung vor dem eigenen Körper habe ihn schon gereizt. Der Ehrgeiz war geweckt, und Picard ging das Projekt an: Casting, Einzug ins Halbfinale mit einem ersten Foto-Shooting und dann das Finale am Samstag vor einer Woche in Düsseldorf.
Dort zeigte der 47-Jährige auf eindrucksvolle Weise, dass er mehr ist, als ein laufender Kleiderständer. Nach einem Interview musste der Obertshäuser als Erster zurück auf die Bühne. „Ich hatte 90 Sekunden Zeit, um mich und meinen Sport zu präsentieren“, berichtet der Kampfsportler. Er zeigte einige Kicks, und als Höhepunkt machte er einen Bruch-Test. Acht Steinplatten auf einmal durchschlug Picard mit der Hand. „Das hat den Leuten wohl gefallen“,erzählt er.
Auch auf dem Catwalk, lediglich mit einer Badehose bekleidet, zog der Taekwondo-Kämpfer mit seinem durchtrainierten Körper die Blicke der Jury und des Publikums auf sich. Dass es sich nicht um einen normalen Model-Wettbewerb handelt wurde schließlich beim so genannten Power-Catwalk deutlich. Die Teilnehmer mussten dabei unter Beweis stellen, dass sie auch in Abendkleidung Dynamik und Power ausstrahlen. „Klar habe ich vorher ausprobiert, wie beweglich ich im Anzug sein kann, ohne dass etwas reißt“, berichtet er von seiner Vorbereitung.
Picards Gesamtvorstellung überzeugte die Jury, in der unter anderem Burkhard Lübke, Herausgeber des Shape-Up-Magazins, saß.
Jetzt hat er einen Modelvertrag in der Tasche und ein exklusives Foto-Shooting steht noch bevor. Demnächst wird er auf der Titelseite der „Shape Up“ zu sehen sein. „Es war eine neue, spannende Erfahrung“, sagt Picard rückblickend. Und er hofft, andere motiviert zu haben, dass man mit 47 Jahren noch so einen athletischen Körper haben kann.

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