1308.02.10|RheinMain|RheinMain|
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Region Rhein-Main – Die Bürgerinitiative (BI) gegen den Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg schlägt Alarm. Sie befürchtet, dass der Main und die Umgebung viel stärker mit giftigen Quecksilber belastet wird. „Geangelte Fische müssten dann auf den Sondermüll“, meint BI-Sprecher Winfried Schwab-Posselt. Von Norman Körtge

© nkö
Winfried Schwab-Posselt warnt vor der Quecksilberbelastung durch das Kohlekraftwerk Staudinger.
Auch warten sie auf ein Gutachten. Dieses war vom Regierungspräsidium Darmstadt in Auftrag gegeben worden, nachdem Ausbaugegener während des Genehmigungsverfahrens mit erdrückenden Fakten auf die Quecksilberproblematik aufmerksam gemachten hatten. „Bislang war die Aussage von Kraftwerksbetreiber EON immer die gewesen, dass nicht mehr Schadstoffe als zuvor freigesetzt werden. Das mit dem Quecksilber beweist das Gegenteil“, sagt Schwab-Posselt.
Staudinger-Sprecherin Julia Katzenbach-Trosch bestreitet die mit dem Ausbau einhergehende Quecksilberbelastung nicht, da auch auch mehr Kohle verbrannt würde. Die Selbstverpflichtung mit den Schadstoffe habe sich nicht auf Quecksilber bezogen, sagt sie. „Aber alles befindet sich deutlich unter den gesetzlichen Richtlinien“, ergänzt sie.
Das bezweifelt Schwab-Posselt. Er verweist auf neue, strengere Grenzwerte der Europäischen Union.
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