111.07.10|RheinMain|RheinMain|
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Rodgau – Wummernde Motoren und Spritgeruch kennt man in Rodgau-Dudenhofen zur Genüge, zumindest wenn man nahe der B45 wohnt. Selten allerdings bringt man beides mit ferngesteuerten Miniatur-Rennwagen in Verbindung, die im Maßstab 1:8 durch das Feld direkt an der Bundesstraße donnern. Dort ist die Rennstrecke des Racing Club Rodgau. Von Jens Dörr

© nkö
Holger Schramm mit seinem geländetauglichen und ferngesteuerten Renn-Flitzer.
Die Mini-Flitzer wecken in Rodgau regelmäßig das Kind im Mann. „Frauen sind in der Szene selten“, gibt Holger Schramm zu. Er ist seit einigen Monaten der Vorsitzende des Vereins Racing Club Rodgau, den 1989 die „rennsportbegeisterten Sieben“ – Hans-Ludwig Simon, Oliver Simon, Günther Bootz, Klaus-Dieter Kolb, Patrick Täger, Jan Veen und Torsten Seufert – gründete. Mittlerweile steuern beim Racing Club Rodgau, in dem auch die RC-Sonntagsfahrer organisiert sind, vier dutzend Personen zwischen zwölf und über 60 Jahren ihre Flitzer über die selbst angelegte Rennstrecke.
Wie am vergangenen Wochenende, als der Racing Club dort den vierten Lauf des diesjährigen „Hessen-Cup“ ausrichtete. Zwei Tage lang war der Club damit Gastgeber für alle, die sich dem Rennsport mit ferngesteuerten Autos verschrieben haben.
Besonders spektakulär auf der 280 Meter langen Rundstrecke, die die Rodgauer auf dem angemieteten Gelände neben der B45 errichtet haben: Mehrere hintereinander folgende Hügel – und ein großer Übersprung. Der führt über einen anderen Teil der Piste hinweg. Mit bis zu 80 Stundenkilometer pesen die verkleideten Chassis über die Strecke, können auch mal bis zu 90 Dezibel Lautstärke verursachen.
Vor allem liege die Faszination der ferngesteuerten Miniatur-Autos darin, dass man im Kleinen nahezu alles nachstellen könne, was es auch im „richtigen“ Motorsport gebe, meint Schramm. Auch Boxenstopps gibt es, vor allem in den länger dauernden Endläufen der Wettbewerbe innerhalb der Rennserie „Hessen-Cup“. Das Chassis muss stets das gleiche bleiben, Motor und Reifen können gewechselt werden. Die Taktik beim Nachtanken ist ebenfalls wichtig. Rein in den Tank kommt eine Mischung aus Methanol und Rizinusöl.
Wer mit seinem Fahrzeug auf dem Dach landet, weil er etwa bei einem Sprung nach vorne oder hinten übergekippt ist, outet sich derweil als Anfänger: „Durch Gasgeben oder Bremsen lässt sich das Auto auch in der Luft steuern“, weiß Holger Schramm, der sein Wissen an Neulinge gerne weitergibt.
Mehr Infos zum Verein und zur Renn-Faszination mit ferngesteuerten Autos unter
http://www.racing-club-rodgau.de oder
http://www.rc-sonntagsfahrer.de .
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