Frankfurt – Ein voller Terminkalender: Arbeiten, promovieren, Alltägliches erledigen und sich noch sozial engagieren. All das macht Johannes Graser. Damit auch andere trotz Zeitmangel etwas Gutes tun können, hat er das Projekt „Freizeit-Helden“ ins Leben gerufen. Von Silke Gottaut

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Johannes Graser entwickelte das Projekt „Freizeit-Helden“.
Graser kennt es nur zu gut, neben der ganzen Arbeit kaum noch Zeit für sich selbst haben. Er arbeitet zwei Tage die Woche im Krankenhaus und schreibt noch an seiner Doktorarbeit. Um auch mal vom Alltag abschalten zu können, nutzt der Psychologe die vielseitigen Angebote in seinem Stadtteil. „Ich finde es toll, in Bockenheim zu wohnen. Hier leben so viele Studenten, und es gibt jede Menge Cafés. Ich fühle mich richtig wohl hier“. Zeit, sich für etwas Sinnvolles einzusetzen, bleibt nicht viel übrig. Doch dafür hat der 27-Jährige eine Lösung gefunden. Er entwickelte mit zwei Freunden seit November 2010 eine Idee und setzte sie um: „Freizeit-Helden“ – Ein Portal für soziales Engagement haben die drei auf die Beine gestellt. Bei ihrem Projekt können Leute, die wenig Zeit haben, sich trotzdem sozial engagieren. Denn über die Website http://www.freizeit-helden.de findet man auch kurzfristige und einmalige Projekte in und rund um Bockenheim. „So kann jeder in seiner Freizeit etwas Gutes tun“, sagt der Psychologe. „Auf die Idee kam ich, als ich für ein Auslandssemester in New York war. Dort kannte ich kaum jemanden. Ich hörte von einer Homepage, die ehrenamtliche Helfer für soziale Projekte sucht“. Graser sah das als Chance, seine Freizeit sinnvoll zu nutzen und andere Leute kennen zu lernen. Der damalige Student beteiligte sich an vier Projekten. „Ich war so begeistert von der Website, dass ich zwei meiner Freunde davon erzählt habe“. Sie waren von der Idee so gefesselt, dass die drei eine deutsche Version der amerikanischen Website entwickelten. Unterstützt werden sie unter anderem von den Stadtteilbotschaftern. Das ist ein Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt. Dort können junge Menschen ihre eigenen Ideen verwirklichen. Seit März 2011 gibt es nun die Homepage. „Die Idee finden alle gut, und wir haben auch viele Fans über Facebook und Twitter. Aber Helfer haben wir nur circa 70“, sagt Graser. In den nächsten Wochen wird die Homepage neu gestaltet. Zudem werden Flyer zum Beispiel in Cafés und in der Uni ausgelegt. „Wir hoffen, dass sich dann noch mehr helfende Hände finden“.
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