727.06.10|RheinMain|RheinMain|
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Frankfurt – Das „Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn“ befürchtet durch den Ausbau der Autobahnen A 661 und A 66 eine massive Mehrbelastung durch Lärm und Schadstoffe für den Frankfurter Osten. Von Norman Körtge

© nkö
Friedhelm Ardelt-Theek vom „Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn“ kämpft für die Rechte der Anwohner an der A661 und A 66.
Friedhelm Ardelt-Theek kennt die Landschaft zwischen Seckbach und Bornheim im Frankfurter Osten noch als Naherholungsgebiet. „Das war unsere Frischluftschneise“, erinnert er sich. Doch seit 1995 endet die A661 aus Richtung Offenbach kommend nicht mehr am Ratswegkreisel, sondern führt vierspurig zwischen den beiden Stadtteilen hindurch. Eine markante Trennlinie.
Gemeint ist damit eine Einhausung, wie es sie an der A661 zwischen Seckbach und Bornheim bereits gibt. Genau das fordert das AUA für den gesamten Bereich. Denn die Stadt trete für die Rechte der Bürger in diesem Fall nicht ein, meint Ardelt-Theek. „Andere Kommunen kämpfen für ihre Bürger“, berichtet er und beklagt die rücksichtslose und schlechte Planung. Am schlimmsten sei dabei, dass „die Bürger nie den Schutz bekommen, der ihnen zusteht. Es sei denn, sie protestieren massiv oder klagen“, berichtet er.
Das AUA ist daher bemüht, die Planungen öffentlich und verständlich zu machen sowie Zusammenhänge herzustellen. So werde das ganze Ausmaß des Verkehrsknotenpunkts erst deutlich, wenn die geplanten Baumaßnahmen Riederwaldtunnel, Autobahndreieck Erlenbruch, Autobahndreieck Seckbach und die Autobahnspange in der Nähe des Bornheimer Günthersburgparks zum Alleentunnel als Einheit gesehen werden. Da der öffentliche Druck alleine anscheinend nicht ausreicht, klagt das AUA zusammen mit Anwohnern vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel für einen besseren Schutz. Doch das kostet Geld. Etwa 35.000 Euro. Deshalb ist die Klagegemeinschaft für Spenden aller Bewohner dankbar. Denn von einem Erfolg der Klage profitieren alle, so Ardelt-Theek. Infos: www.molochautobahn.de.
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