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Artikel: Airsoft-Sport: Kein wildes Rumgeballer, sondern ein Taktikspiel
Region Rhein-Main – Weil Kinder und Jugendliche mit täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffen in aller Öffentlichkeit hantierten, kam es in den vergangenen Wochen in Groß-Zimmern und Groß-Umstadt jeweils zu größeren Polizeieinsätzen. Jetzt melden sich Leser, die den Airsoft-Sport durch solche „schwarzen Schafe“ in den Dreck gezogen sehen. Von Norman Körtge

© nkö
Lackierte Fingernägel am Abzug einer Airsoft-Waffe
So werden beispielsweise die Plastikkugeln verschießender Airsoft-Waffen in verschlossenen Köfferchen transportiert. Und gespielt wird lediglich in geschlossenen Räumen oder auf abgesperrten Privat-Grundstücken. Vor den so genannten Skirms, so heißen die Wettkämpfe, in denen zwei Teams gegeneinander antreten, werde oft sogar die Polizei informiert, berichtet Charly. So sollen Missverständnisse vermieden werden. Schutzbrillen seien außerdem Pflicht.
„Das ist kein hirnloses Rumgeballer“, berichtet die 16-Jährige. Es würden nur die Mannschaften siegen, die mit Taktik vorgehen und Teamgeist zeigen. Auch gehöre Ehrlichkeit dazu zuzugeben, dass man getroffen ist. Denn die Plastikkugeln hinterlassen anders als beim Paintball keine Farbkleckse auf der Kleidung. Außerdem würden sich die Spieler bei ihrem Sport bewegen. Im Gegensatz zu den Ballerspielen am Computer oder auf Spielkonsolen.
Für Charly ist außerdem nicht nachvollziehbar, warum ihr Sport ständig schlecht gemacht wird. Beim Boxen würden die Gegner aufeinander einschlagen, sogar gegen den Kopf. Und beim Fechten würde auch ein Angriff mit einer Waffe durchgeführt.
Um dem Airsoft-Sport das schlechte Image zu nehmen, fordert Charly, dass dafür offizielle Räume geschaffen werden. „In Offenbach gibt es doch so viele Brachflächen und leer stehende Gebäude“, meint sie. Wenn dort ein Airsoft-Areal eingerichtet werden könnte, würde ihr Sport enttabuisiert.
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