330.05.10|RheinMain|8 Kommentare
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Frankfurt – Auf das gute alte Stöffche kommen harte Zeiten zu. Immer weniger Frankfurter wollen den sauren Apfelwein überhaupt noch trinken. Stattdessen verlangen sie in den Apfelweinwirtschaften der Stadt moderne Biermischgetränke. Der Äppler fristet nur noch ein Schattendasein. Zieht der Konsum nicht bald wieder an, wird der Apfelwein über kurz oder lang aussterben. Von Christian Reinartz

© nh
Immer weniger Frankfurter wollen das goldgelbe Stöffche trinken.
Die Zahlen des Hessischen Verbandes der Apfelwein-
Weniger wirtschaftsnahe Experten gehen davon aus, dass die ehemalige wirkliche Keltermenge vor wenigen Jahren noch bei knapp 90 Millionen Litern lag. Demzufolge ist der Apfelweinkonsum in den letzten Jahren um weit mehr als die Hälfte zurückgegangen.
„Immer weniger Leute trinken Apfelwein“, klagt Maria Nöll von der Kelterei Nöll in Griesheim. Sie weiß auch, warum der ehemalige Platzhirsch mittlerweile auf vielen Speisekarten ein Schattendasein fristet: „Die alten Frankfurter sterben einfach aus“, sagt Maria Nöll von der Kelterei Nöll: „Heute trinken die jungen Leute lieber diese süßen Mixgetränke.“
Ihr Sohn Alexander, Junior-
Trotz sinkender Absatzzahlen, gibt es in Frankfurt Oasen, in denen der Äppler wie eh und je aus den Bembeln fließt.Claudia Rudorf, Wirtin derApfelweinwirtschaft Wagner: „Der Apfelwein ist ein Kulturgut, dass die Frankfurter Tradition ausmacht und Generationen und Gesellschaftsschichten in den Frankfurter Apfelweinwirtschaften zusammenführt.“
Dennoch sind sich Fachleute einig, dass der Stöffche-
Wenn nicht bald etwas passiert, wird der Apfelwein über kurz oder lang aus dem Alltag verschwinden. Wer dann noch ein Glas trinken will, muss ihn selbst keltern.

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