127.06.10|Lokalpolitik|Lokalpolitik|
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Region Rhein-Main – Das ehemalige Lustschloss von August Ferdinand von Preußen liegt wunderschön im Zentrum Berlins, direkt am Spreeufer und unweit des Brandenburger Tors. Der neue Hausherr wird am Mittwoch, 30. Juni, gewählt. Er wird Bundespräsident. Auch Politiker der Region dürfen in der Bundesversammlung abstimmen. Der EXTRA TIPP hat gefragt, wer ihr Favorit ist. Von Max Rempel

© AP
Hier wird der neue Bundespräsident einziehen.
Frank Lortz , Vizepräsident des Hessischen Landtags (CDU):
„Erst einmal halte ich beide (Gauck und Wulff) für sehr respektable Kandidaten. Ich werde Wulff wählen, da ich der festen Überzeugung bin, dass er ein guter Präsident sein wird. Ich bin zuversichtlich, dass Wulff im ersten Durchgang gewählt wird. Die Parteien, die über keine Mehrheit verfügen, stellen häufig einen Überparteilichen auf. Aber es ist wichtig zu betonen, dass die Wahl des Präsidenten schon immer eine politische war.“
Heike Habermann , SPD-Fraktionsvize im Landtag: „Joachim Gauck erfährt eine große Zustimmung aus der Bevölkerung und genießt auch große Sympathien in der schwarz-gelben Koalition. Er versteht es, sozialen Ausgleich auf den Punkt zu bringen. Sein Leben und Wirken verkörpern Glaubwürdigkeit und Authentizität. Zwar gibt es offiziell keinen Fraktionszwang bei der Abstimmung, aber ich gehe davon aus, dass sich die Meisten in den Regierungsparteien der Fraktionsdisziplin unterwerfen werden.“
Stefan Grüttner , Chef der hessischen Staatskanzlei:
„Christian Wulff ist ein ausgezeichneter Kandidat. Er verbindet eine große politische Erfahrung mit der Fähigkeit, Brücken zu bauen, Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Hintergründen einzubeziehen und wird schon aufgrund seines Alters sicherlich neue Akzente setzen. Daher glaube ich, dass die Mehrheit für Christian Wulff stimmen und er im ersten Wahlgang gewählt wird. Joachim Gauck ist ein sehr respektabler Kandidat mit einer beachtlichen Lebensleistung. Union und Liberale haben sich aber bewusst für einen Kandidaten entschieden, der den politischen Betrieb kennt und eine Zukunftsperspektive aufzeigt.“
Tarek Al-Wazir , Hessens Grünen-Chef:
„Joachim auck ist ein unabhängiger Kopf, der mich nicht nur durch seinen Lebensweg beeindruckt. Die Wahl zum Bundespräsidenten ist geheim, und deshalb könnten sich auch die Wahlmänner und Wahlfrauen von CDU und FDP, die von Joachim Gauck als einer beeindruckenden Persönlichkeit gesprochen haben, für ihn entscheiden. Es wird spannend.
Gabriele Scherle , Pröpstin für Rhein-Main:
Ich freue mich über die Kandidatur von Herrn Gauck, bin aber froh, dass ich die Wahl habe zwischen mehreren Kandidaten. Das gehört zur Demokratie. Für mich ist das eine große Ehre unseren Bundespräsidenten mitwählen zu dürfen. Da ich parteipolitisch nicht gebunden bin, war es überraschend, dass ich vom Parteivorsitzenden der SPD, Herrn Schäfer-Gümbel, gefragt wurde. Ich freue mich sehr darüber und sehe darin auch eine Anerkennung für mich als Vertreterin der Evangelischen Kirche.“
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