1624.01.10|Lokalpolitik|Lokalpolitik|
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Frankfurt – Im April geht‘s los. Dann wächst im Frankfurter Ostend an der ehemaligen Großmarkthalle ein neues Wahrzeichen in die Höhe: Der 185 Meter hohe Doppelturm der Europäischen Zentralbank mit einer Fassade aus Glas und Metall. Dieser wirft bereits jetzt seine Schatten voraus. Die SPD befürchtet höhere Mieten und das Schwinden von bezahlbarem Wohnraum im Frankfurter Osten. Von Norman Körtge

© nh
So soll das neue EZB-Hochhaus und die Großmarkthalle Ende 2013 aussehen.
Es dürfe nicht zu einer großflächigen Verdrängung unterer und mittlerer Einkommensschichten kommen, warnt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Gasper. Seine Parteikollegin und Stadtverordnete Renate Wolter-Brandecker ergänzt, dass in letzter Zeit vor allem viele hochpreisige Eigentumswohnungen entstanden sind. Unternehmen hätten viele günstige Wohnungen aufgekauft und diese dann luxussanniert.
Dass es sich dabei um einen auch politisch gewollten Umstrukturierungsprozess wie in anderen Städten – Gentrifizierung oder Yuppisierung genannt – handelt, bestreitet Wolter-Brandecker. „Das Ostend ist nicht der hippste Stadtteil“, meint sie. Der Frankfurter Osten sei nicht vergleichbar mit dem Schanzenviertel in Hamburg oder dem Prenzlauer Berg in Berlin. Dort gibt es zum Teil heftige Proteste gegen den Wandel.
Dennoch fordert die SPD, dass die Stadt mit einer verantwortlichen Politik und geeigneten Maßnahmen dem sich abzeichnendem Trend im Frankfurter Osten entgegensteuert. Beispielsweise, indem es einen Bestandsschutz für im Besitz von städtischen Gesellschaften befindlichen Wohnungen gibt.
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