Taunus - Wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären, würden nur noch zwei Prozent die FDP wählen. Das haben die Meinungsforscher von Forsa am Mittwoch bekannt gegeben. Die Krise ist auch im Taunus zu spüren. Von Norman Körtge

© dapd
FDP-Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler ist der Gastredner beim Politischen Aschermittwoch in Kronberg.
FDP-Bundespolitiker Frank Schäffler ist am kommenden Mittwoch, 22. Februar, ein gefragter Mann – zumindest wenn es um Beiträge zum so genannten Politischen Aschermittwoch geht. „Er hat fünf oder sechs Termine“, berichtet Harald Jossé, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Kronberg. Einer davon ist um 19 Uhr im Kronberger Hof, Bleichstraße 12. „Wir hatten schon viele Krisen, aber das ist bislang die größte“, meint Jossé, der seit 40 Jahren FDP-Mitglied ist.
Dementsprechend unzufrieden ist er mit der Arbeit der FDP-Führungsriege um Philipp Rösler und um so mehr freut er sich auf Frank Schäffler, der mit dem von ihm initiierte Mitgliederentscheid zum Euro-Rettungsschirm innerhalb der FDP gegen Rösler&Co aufbegehrte. Zwar scheiterte der Schäffler-Entscheid knapp, doch für viele an der liberalen Basis hat er dem Unmut ein Gesicht gegeben. Sechs Austritte verzeichnete die FDP in Kronberg im vergangenen Jahr. Das sind immerhin zehn Prozent der Mitglieder. „Es waren aber meist Menschen, die noch nicht lange in der FDP waren“, hat Jossé registriert.
Das will auch Katja Adler in Oberursel. Sie ist erst seit drei Jahren FDP-Mitglied und bereits Ortsverbandsvorsitzende. Mit ihren 37 Jahren gehört sie zur jungen FDP-Generation und gesteht daher auch den jungen Politikern in Berlin Fehler zu. „Sie müssen Erfahrung sammeln“, so die Oberurselerin. In einem sind sich Adler und ihre Kollegen Raquet und Jossé aber einig: „Das Land braucht eine liberale Partei.“
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.