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Norbert Karl Scherlitz kämpft seit Jahren für einen schöneren Buchrainplatz

„Oberrad hat keine Lobby im Römer“

10221.02.10|Lokalpolitik|Lokalpolitik|
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Artikel: „Oberrad hat keine Lobby im Römer“

Frankfurt – Eine unübersichtliche Verkehrsführung, viel weiß-straffierte Sperrfläche auf noch viel mehr Asphalt, mittendrin ein altes Klohäuschen und eine Straßenbahnhaltestelle – das ist der Buchrainplatz. Der Mittelpunkt von Oberrad. „Einfach nur hässlich“, sagt dazu Norbert Karl Scherlitz. Von Norman Körtge

Norbert Karl Scherlitz steht am Buchrainplatz in Oberrad. Dort, wo jetzt noch Autos fahren, könnte schon bald ein Biergarten entstehen und den zentralen Platz aufwerten.

© nkö

Norbert Karl Scherlitz steht am Buc hrainplatz in Oberrad. Dort, wo jetzt noch Autos fahren, könnte schon bald ein Biergarten entstehen und den zentralen Platz aufwerten.

Bereits seit Jahren engagiert sich Scherlitz für seinen Stadtteil Oberrad. Und bereits seit 1993 gibt es von Seiten des Stadtplanungsamtes Pläne für eine Umgestaltung des zentralen Buchrainplatzes. Immer wieder gab es Zusagen – unter anderem von Stadtrat Edwin Schwarz –, dass der Umbau beginnen soll, aber passiert ist bislang nichts. „Oberrad hat einfach keine Lobby im Römer“, meint Scherlitz. Das Gärtnerdorf – so genannt wegen der vielen Felder, auf denen die Kräuter für die Grüne Soße angebaut werden – gehöre zu den vernachlässigten Stiefkindern Frankfurts, sagt der Frankfurter und begründet das damit, „dass Oberrad für viele Frankfurter schon Offenbach ist.“

Und Offenbacher Autofahrer lieben den Frankfurter Stadtteil. Vor allem dann, wenn sich im Berufsverkehr die Autos vor dem Kaiserlei-Kreisel stauen. Denn dann gibt‘s „kolonnenartigen Schleichverkehr“ durch Oberrad, so Scherlitz. Teils durch den Ort, teils über die Feldwege. Mit dem Bau der neuen Mainbrücke-Ost befürchtet er eine deutliche Zunahme des Verkehrs durch Oberrad. Deshalb müsse die geplante Umgestaltung des Buchrainplatzes – die auch eine Verringerung der Fahrspuren beinhaltet – endlich umgesetzt werden. Dadurch würde der Schleichweg an Attraktivität verlieren.

Pläne noch nicht umgesetzt

Nur von oben ganz nett anzusehen: Der Buchrainplatz. Das Foto stammt aus dem Jahr 2007.© Peter KnappNur von oben ganz nett anzusehen: Der Buchrainplatz. Das Foto stammt aus dem Jahr 2007.

„Es kann alles sehr, sehr schön werden“, sagt Mitstreiter Jörg Müller-Feldhammer beim Blick auf die ihm vorliegenden Pläne. Demnach würde der Toilettenbau aus den fünfziger Jahren weggerissen und es gebe keinen Kreisverkehr mehr. Die Autos würden in beide Richtungen an der Süd- und Westseite entlang um den Platz geleitet. Dadurch entstände im nördlichen Teil eine große freie Fläche. Die dort angesiedelte Gastronomie könnte dann auch einen Biergarten auf dem Platz betreiben. „Da scheint von mittags bis abends die Sonne drauf“, berichtet Müller-Feldhammer über die gute Lage. Außerdem gebe es dann viel mehr Möglichkeiten für den Wochenmarkt und die Stadtteilfeste wie den Weihnachtsmarkt. Das alles würden das Zentrum von Oberrad enorm aufwerten. Immerhin führt der Goethewanderweg und der Grüngürtel-Wanderweg auch dort entlang. „Nur wann rollen die Bagger?“, fragen sich Müller-Feldhammer und Scherlitz, die das jahrelange Vertrösten satt haben und knapp ein Jahr vor der Kommunalwahl Druck machen.

Spätestens im Herbst soll es mit dem Umbau losgehen

Einige Aussagen in den vergangenen Jahren zum Baubeginn seien sicherlich zu optimistisch gewesen, sagt dazu Mark Gellert, Sprecher von Stadtrat Edwin Schwarz. Allerdings stimme es nicht, dass in Oberrad in den letzten Jahren nichts getan wurde. Gellert verweist auf die in großen Teilen komplett sanierte Wasserhofstraße. Doch noch in diesem Jahr, spätestens im Herbst, werde es am Buchrainplatz mit dem mit vier Millionen Euro veranschlagte Umbau losgehen, verspricht er.

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