115.08.09|Erotik|Erotik|1
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Von Christian Reinartzbr /Groß-Zimmern - In Groß-Zimmern brodelt die Gerüchteküche. Auf dem Gelände eines Erotikmarkts soll ein illegales Bordell betrieben werden. Jetzt laufen die Anwohner Sturm gegen Freier und Prostituierte.
Sie haben die Kriminalpolizei eingeschaltet, die jetzt ermittelt.br /"Wir wollen sowas hier nicht in der Nachbarschaft haben", ereifert sich ein anonymer Anrufer, der sich beim EXTRA TIPP gemeldet hat. Er will anonym bleiben. Weil er Angst hat, mit dem Betreiber des Erotik-Markts aneinander zu geraten. "Deswegen haben wir Nachbarn uns jetzt zusammengeschlossen und diesen illegalen Puff angezeigt."br /Die Nachbarn scheinen mit ihrer Vermutung richtig zu liegen. "Wir haben zwar kein Gewerbe dieser Art verzeichnet", versichert der Leiter des Groß-Zimmerner Ordnungsamtes, Manfred Jung: "Allerdings haben wir davon auch schon gehört und prüfen das gerade nach." Ein Bordell verbieten könne die Stadt jedoch nicht.br /Für die Nachbarn wäre das der Super-Gau. "Bei mir haben sogar schon einige Freier geklingelt und sich nach der genauen Adresse erkundigt", sagt der Anrufer: "Da hört für mich der Spaß auf."br /Im Ordnungsamt sind die Mitarbeiter weniger ablehnend eingestellt. "Wenn die Damen ihr Gewerbe anmelden und Gewerbesteuer zahlen, ist daran nichts auszusetzen", heißt es dort einhellig.br /Durch eine Anzeige der Anwohner hat sich jetzt auch die Kriminalpolizei eingeschaltet und Ermittlungen aufgenommen. Welche das genau sind, will der Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen Ferdinand Derigs nicht verraten: "Aber soviel ist klar. Es ist nicht ganz einfach."br /Im Erotikmarkt weiß man vom horizontalen Gewerbe in der Nachbarschaft. Eine Angestellte versichert: "Wir haben die Räume aber nur vermietet. Mit der Sache an sich haben wir nichts zu tun."br /Den Anwohnern ist das vollkommen egal. Für sie gebe es nur eine Lösung des Problems, sagt der Sprecher der Nachbarn: "Der Puff muss w

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