013.02.09|Erotik|Erotik|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
"Symbolisch stehen Päevas Taschen, die sie 2004 für ihre Diplomarbeit gefertigt hat, für die Themen körperliche Schwäche, Mutterschaft und Transsexualität. Umgesetzt sind sie in Handarbeit â?? mit rotem und schwarzen Leder. Die Taschen sitzen eng am Körper der Trägerin.
Reißverschlüsse und Schnürungen verstärken die erotische Wirkung der Einzelstücke.br /"Ihre Kreationen erinnern zum Teil an Ritterrüstungen", sagt Kunsthistorikerin Rosita Nenno; "Das wirkt fast kämpferisch." Eine Hüfttasche hingegen ähnle vielmehr Hurenstiefel, die bis zu den Oberschenkeln getragen werden.br /Doch hinter all dem steckt ein stimmiges Gesamtkonzept, dass Päevas Taschen zur Kunst machen. "Es ist ein Plädoyer für mehr Weiblichkeit", sagt Nenno. Zudem gehöre zur Kunst auch immer das Handwerk. "Die Verarbeitung der Taschen ist erstklassig", so die Kunsthistorikerin. "Die könnten so in Produktion gehen."Berührungsängste mit verruchter Fetisch-Kleidung hat Nenno keine. Schon vor 20 Jahren, als sie im Ledermuseum ihre Stelle angetreten hatte, wollte sie eine Ausstellung zum Thema Leder-Fetisch machen. Damals hatte sich die Museumsleiterin zwar positiv zu dem Vorschlag geäußert, der Mut habe aber gefehlt, ihn umzusetzen."Damals hätte es einen Aufschrei gegeben", vermutet Nenno. "Heute ist so etwas ganz normal." Als Beispiel nennt sie eine Zigarettenwerbung, die auf zahlreichen Werbeflächen prangt. Auf der ist eine Domina im Lack-Outfit zu sehen. "Das ist heute kein Tabu mehr", sagt Nenno. Auch Päeva mit ihren provokanten Taschen, erregte keine negative Aufmerksamkeit. Vielmehr waren die Besucher begeistert. Das freut Nenno.br /Bei einem Vortrag an einer estländischen Kunsthochschule lernte sie die junge Künstlerin kennen und war sofort begeistert von ihrer kleinen Sammlung. "Seit Jahren will ich Päeva ausstellen", sagt sie. "Endlich hat sich mit "Macht Leder Lust" die Gelegenheit geboten."br /Zusätzlich zu den Ledertaschen sind auch Fotos zu sehen, auf denen die junge Künstlerin ihre Werke selbst trägt â?? teilweise verhüllt mit weißen Tüchern. "Sie strotzt vor Stärke und Ausstrahlung â?? selbst bei verbundenen Augen", sagt Nenno. Sie hofft, Jaana Päeva dauerhaft im Ledermuseum zeigen zu können.

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Facebook 'Like' wird geladen...


