1020.12.09|Aufreger|Aufreger|3
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Artikel: Trotz positiven Gutachtens schickt Amtstierärztin Schafe zum Schlachter
Obersthausen – Die grausame Geschichte um Amtstierärztin Evelin Jugl und Schäfer Gottfried Walter geht weiter. Jetzt sind schon wieder die Schafe weg! Jugl hat nach elf Monaten erneut die Herde des Obertshauseners abtransportieren lassen. 496 Tiere an der Zahl. Ihr Vorwurf: Ein krankes Schaf, fehlende Bestandsregister und fehlende Bestätigungen über tierärztliche Behandlungen. Von Christian Reinartz

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Das Unglaubliche: Schäfer Walter hat alle Unterlagen sauber abgeheftet. Er behauptet: „Ich wollte sie vorzeigen, aber die Frau hatte kein Interesse daran.“ Stattdessen ließ die Veterinärin schonungslos aufladen und die Schafe, so Gottfried Walter, zum Schlachter bringen.
Ende Januar hatte Evelin Jugl schon einmal dieselben Schafe abtransportieren lassen. Offiziell wegen der Krankheit Moderhinke. Über 60 teils wenige Stunden alte Lämmchen waren dabei von ihren Müttern getrennt worden. Viele waren wegen der fehlenden Muttermilch auf dem 36-stündigen Horrortransport nach Thüringen jämmerlich verendet. Nur weil der dortige Amtstierarzt des Saale-Ohrla-Kreises Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Transports hatte und die Herde als gesund bezeichnete, wurden die Tiere wieder an Walter zurückgeschickt. Der zog die ausgehungerten Lämmchen mit der Flasche auf, während Jugl eine Dienstaufsichtsbeschwerde kassierte.
Dabei kommt ein aktuelleres Tierhaltungs-Gutachten vom Groß-Umstädter Sachverständigen Hans Heil vom 12. September zu einem anderen Urteil: „Die Herde von Herrn Walter war in einem sehr guten Gesundheits- und Futterzustand.“ Dass sich daran bis zur Wegnahme am 3. Dezember etwas geändert haben könnte, bezweifelt Heil: „Die Tiere zeigten großes Vertrauen zu Walter, und er pflegte einen sehr liebevollen Umgang ihnen. So etwas kann man nicht vorspielen.“ Auch der behandelnde Tierarzt Pawel Piotrowski ist sicher: „Alles war in Ordnung.“
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