Superbanner

Kein Ersatzdienst- keine Fahrer!

Ohne Zivi, kein Fahrdienst für Behinderte mehr

015.08.10|Aufreger|Aufreger|
Drucken|Empfehlen|Schrift   a  /  A||recommendbutton_count130

Schliessen

Druckvorschau

Artikel: Ohne Zivi, kein Fahrdienst für Behinderte mehr

Reinheim – Die Reinheimer Bürgergemeinschaft und dessen VorsitzenderJörg Rupp bangen um ihren Behinderten-Fahrdienst. Grund sind die Pläne derBundesregierung, denZivildienst zum 1. Juli 2011 auszusetzen. Von Norman Körtge

Zivi Jonas Richter schiebt den im Rollstuhl sitzenden Günther Arnold zum Auto der Reinheimer Bürgergemeinschaft

© nh

Zivi Jonas Richter schiebt den im Rollstuhl sitzenden Günther Arnold zum Auto der Reinheimer Bürgergemeinschaft.

Jonas Richter ist gerne Zivi. Der 23-Jährige aus dem Reinheimer Stadtteil Spachbrücken leistet noch bis Ende des Jahres seinen Ersatzdienst bei der Reinheimer Bürgergemeinschaft für Behinderte ab. Sein Dienst ist abwechslungsreich, denn er fährt mit dem rollstuhlgerechten Fahrzeug des Vereins Menschen, die nicht oder nicht mehr gut laufen können. Oft begleitet er seine Fahrgäste zum Arzt, manchmal auch zu Behörden, zu einem Termin bei der Krankenkasse oder zum therapeutischen Reiten.

Fast alleFahrten von Jonas Richter finden montags bis Freitags statt, denn dann haben Ärzte, Ämter und Krankenkassen geöffnet. „Das bedeutet, dass der Fahrdienst ohne einen Zivi nicht betrieben werden könnte“, berichtet Jörg Rupp.

Doch vielleicht ist der Tag auch nicht mehr fern, an dem die Bürgergemeinschaft nach 25 Jahren ihren Fahrdienst einstellen muss. Denn die Bundesregierung plant, den Wehrdienst und damit auch den Zivildienst zum 1. Juli 2011 auszusetzen.

Ohne ehrenamtliche Helfer übernimmt niemand die Aufgabe der Zivis

Für die Bürgergemeinschaft wäre das eine mittlere Katastrophe. „Wir stehen vor einer kaum zu bewältigenden Herausforderung,“ befürchtet Rupp: „Wir müssen binnen weniger Monate acht bis zehn Ehrenamtliche finden, die die Aufgaben des Zivis vor allem an normalen Wochentagen übernehmen können.“ Dafür kämen Berufstätige kaum in Frage, eher Rentner, Hausfrauen oder Arbeitslose. Eine Alternative wäre die Einstellung eines Fahrers oder mehrerer Mini-Jobber, wodurch der Service aber für die Fahrgäste sehr viel teurer wird.

Deshalb hat Rupp die für Reinheim zuständigen Bundestagsabgeordneten angeschrieben und darum gebeten, bei der Entscheidung zur Aussetzung des Wehrdienstes auch die Auswirkungen auf den Sozialbereich zu beachten. Der Zivildienst dürfe nicht einfach gestrichen werden, nur um Geld zu sparen und ohne Rücksicht auf Verluste, meint Rupp.

zurück zur Übersicht: Aufreger

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

Kommentare

49.8270127,8.8310944

Karte wird geladen... Karte wird geladen - Downloadanzeige

Kontakt zur Redaktion

Unsere Hitlisten

  • meist gelesen
  • meist kommentiert
  • gedottet
  • Themen

"Costa "-Kapitän bleibt unter Hausarrest

Rom - Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ steht weiter unter Hausarrest. Ein Gericht in Florenz wies am Dienstag gleich zwei Anträge zurück.Mehr...

Fischer versteigern diesen Riesen-Walhai

Islamabad - Einen angeschwemmten gigantischen Walhai haben Fischer in der pakistanischen Hafenmetropole Karachi an sich genommen und versteigert. Zusammengekommen ist ein stattlicher Erlös.Mehr...

Schwulen-Aufklärung unter Strafe verboten

St.Petersburg - Gegen internationalen Protest treibt die russische Touristenmetropole St. Petersburg Pläne für ein Verbot von “Schwulenpropaganda“ voran.Mehr...

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Beate von Hönes Hunde-Kindergarten lief gut, bis das Amt die Vorschriften rauskramte.

Amt treibt Hundemama in Hartz IV

Dietzenbach – Paragrafen-Reiterei brutal: Mühsam hat sich Beate von Höne mit einer Hundetagespflege aus der Arbeitslosigkeit herausgekämpft. Doch Stadt und Kreis treiben sie jetzt wieder in die Stütze. Von Höhne klagt an: „Denen sind ihre Vorschriften wichtiger, als die Menschen.“ Von Christian ReinartzMehr...

Ohne Telefonanschluss kein Internet: Manuela Röse und Carmine Risoleo sind als Freiberufler in ihrer Existenz bedroht.

Kein Anschluss unter dieser Hausnummer

Rödermark – Neues Jahr, neues Glück! Von wegen. Für Manuela Röse und Carmine Risoleo aus Rödermark steht 2012 trotz des Umzuges in eine neue, schöne Wohnung bislang unter einem schlechten Stern. Schuld ist die Telekom. Von Norman KörtgeMehr...

Horst Trieflinger vor dem Frankfurter Land- und Amtsgericht.

Verein kämpft gegen Pfusch-Richter und Schluder-Anwälte

Region Rhein-Main – Ein Viertel aller Gerichtsurteile sind Fehlurteile! Davon ist der Frankfurter Justiz-Experte Horst Trieflinger überzeugt. Mit seinem Verein gegen Rechtsmissbrauch hat er fehlerhaft arbeitenden Richtern und schludrigen Anwälten den Kampf angesagt. Von Christian ReinartzMehr...

Wulff-Debatte hat schon viel früher begonnen

Region Rhein-Main – Bundespräsident Christian Wulff schlingert sich weiter durchs Amt. Eine Situation, die für Bürger und Politiker enttäuschend ist. Dabei haben schon kurz vor der Amtseinführung Medien und Politiker gewarnt. Auch der EXTRA TIPP. Von Axel GrysczykMehr...

Will wieder laufen: Yassin mit Farah El-Malki.

Nach Horror-Hirnentzündung will Yassin sich aus dem Rollstuhl kämpfen

Frankfurt – Nach einer schweren Hirn- und Rückenmarksentzündung sind drei Viertel von Yassins kleinem Körper gelähmt. Doch der Kleine will sich mit unbändigem Willen ins Leben zurückkämpfen, trainiert dafür jeden Tag. Aber obwohl seine Mutter den letzten Cent für Yassin opfert, reicht das Geld nicht für wichtige Extra-Therapien. Von Christian ReinartzMehr...

Hat seinen Gegner im Griff: Udo Krause (rechts) wendet den Haken an, seine bevorzugte Grifftechnik.

Keiner drückt wie Udo Krause

Langen – Udo Krause ist amtierender Weltmeister im Armdrücken. Bis zu zwei Stunden trainiert er jeden Tag. Das heißt aber noch lange nicht, dass er auch bei den Deutschen Meisterschaften im Februar automatisch den Titel holt. Von Dirk BeutelMehr...

Kontakt

Logo Rhein-Main EXTRA-TIPP

Sie haben eine Frage zu einem Artikel, haben ein Problem mit der Zustellung unserer Zeitung oder möchten eine Anzeige aufgeben? Klicken Sie sich direkt zu Ihrem Kontakt durch...

Artikel lizenziert durch © extratipp
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.extratipp.com

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

SkyScraper