Offenbach/Frankfurt – Nach der Freude darüber, dass aus dem Frankfurter Stadttaubenprojekt ein eigener Verein hervorgegangen ist (wir berichteten), kommt jetzt der tiefe Fall. Von Christian Reinartz

© rz
Gudrun Stürmer (rechts) und ihre Helfer sind fassungslos: Ohne die Unterstützung vom TSV können die Tauben bald nicht mehr versorgt werden.
Der Frankfurter Tierschutzverein (TSV), der bisher das Vogelschutzprojekt von Gudrun Stürmer mit etwa 90.000 Euro pro Jahr unterstützt hat, streicht alle Gelder. Obwohl tausende Tauben aus der Region nun plötzlich nicht mehr richtig versorgt werden können, pocht der neue Vorsitzende des TSV, Walter Rotter auf eine ordentlich geführte Buchhaltung. Sein Vorwurf: „Frau Stürmer hat bestimmt die Tauben gut versorgt, aber die Verwaltungsangelegenheiten vernachlässigt. Außerdem hat sie einen eigenen Verein gegründet. Also sind wir nicht mehr verantwortlich.“
Walter Rotter gibt sich ob dieses Vorwurfs unbeeindruckt: „Der Vorstand entscheidet über Geld und Personalplanung. Auch wenn Mitglieder mir schon unterstellt haben, ich sei gegen das Projekt: Ich habe nichts gegen Tauben!“ Projektmitarbeiterin Beate Schmitt kann das nicht glauben: „Ein Tierschutzverein ist kein Wirtschaftsunternehmen. Hier geht es doch um Tiere und nicht um penible Buchhaltung.“
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.