Frankfurt – Das Frankfurter Würstchen liegt in den letzten Zuckungen. Kaum jemand kauft noch die Königin der Würste. Eine Nachfolgerin erhebt schon Anspruch auf den Thron: Die Rindswurst. Doch damit will sich das Frankfurter Ur-Gewächs Bernd Dreher nicht abfinden. Von Christian Reinartz

© rz
Bernd Dreher schmecken die meisten Frankfurter Würstchen nicht mehr.
Dennoch gibt es noch Betriebe, die ihre Frankfurter Würstchen auf traditionelle handwerkliche Art herstellen. Gref-Völsings etwa auf der Hanauer Landstraße. Dort steht Geschäftsführerin Friederike Satvary persönlich hinterm Tresen. Sie kennt die Krise in der die Frankfurter sind. „Viele Leute rufen hier an und sind froh, nach langer Suche endlich einen Metzger gefunden zu haben, bei dem es die echten Frankfurter noch gibt. Bei uns ist die Rezeptur seit jeher dieselbe“, verspricht Friederike Satvary. „Aber außer uns, gibt‘s eigentlich keinen mehr, der sie so traditionell herstellt.“
Ein Lichtblick für Bernd Dreher. Dennoch fordert er die Frankfurter Metzger auf: „Stellt endlich wieder unsere guten, alten Frankfurter her. Sonst stirbt unser Würstchen bald aus!“
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