Frankfurt – Die Ergotherapieschule in Frankfurt-Höchst steht vor der Schließung. Das wollen Schüler und Lehrer nicht so einfach hinnehmen und kämpfen für deren Erhalt. Von Dirk Beutel

© db
Schülerin Marina Hotz kämpft für ihre Schule.
Eklat in der Ergotherapieschule in Frankfurt-Höchst: Der Schule, die im April 2015 ihr 50-jähriges Bestehen feiern sollte, droht die Schließung Ende 2014. Ebenfalls von der Schließung betroffen ist die Massageschule des Ausbildungszentrums. Damit würden 112 Plätze für Auszubildende dem Rotstift zum Opfer fallen. Grund: Laut dem Aufsichtsrat des Höchster Klinikums, zu dem die Schule gehört, arbeiten beide Einrichtungen defizitär. Für das Jahr 2010 hatten die Krankenkassen für die Ausbildung der Ergotherapieschüler am Klinikum Frankfurt-Höchst ein Budget von etwa 450.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Kosten für die Ausbildung beliefen sich jedoch auf rund 539.000 Euro.
Alles keine Argumente für Marina Hotz. Die 24-Jährige macht zwar im November Examen und hat auch schon eine Arbeitsstelle in Aussicht, trotzdem will sie, gemeinsam mit allen Schülern der drei Jahrgänge, für den Erhalt ihrer Schule für nachkommende Generationen kämpfen. Neben einer Protestaktion vor dem Römer sollen bald große Transparente das Schulgebäude zieren. Zudem werden Unterschriften gegen die Schließung gesammelt. Die Liste soll noch vor der Aufsichtsratssitzung der Gesundheitsdezernentin vorgelegt werden.
Doch das Defizit hätte verhindert werden können: In den vergangenen Jahren erhielt das Klinikum Fördergelder aus dem Ausbildungsfonds der Krankenkassen für 54 Ausbildungsplätze. „Zum ersten Mal wurde 2011 diese Anzahl mit 62 Schülern überschritten“, erklärt Klinik-Sprecherin Petra Fleischer. Ihren Angaben zufolge konnte die Ergotherapieschule den Nachweis über den Zuwachs an Auszubildenden, und damit den Antrag für mehr Fördergeld, erst nach Abschluss der Budgetverhandlungen 2011 vorlegen.
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.