1014.02.10|Aufreger|Aufreger|
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Region Rhein-Main – Den 30. Januar wird Elke L. in sehr schlechter Erinnerung behalten. Erst wird die 59-Jährige auf offener Straße Opfer eines Raubüberfalls, dann nutzt ein Schlüsseldienst ihre Hilflosigkeit aus. Von Norman Körtge

© nh
59-Jährige erst überfallen, dann vom Schlüsseldienst abgezockt
Andre Schmitz von der Firma A!A.B.O.S.S., die ihren Sitz in Bremen hat, versucht gegenüber dem EXTRA TIPP zu erklären, wie es zu der enormen preislichen Unterschied gekommen ist. Zum einen gibt es für die Fahrzeit und die Arbeitszeit am Wochenende einen Zuschlag von jeweils 100 Prozent. Außerdem könnten die Mitarbeiter des Callcenters die Lage gar nicht genau einschätzen. „Erst der Monteur vor Ort kann die Situation beurteilen“, meint Schmitz. Sei es etwa komplizierter als am Telefon beschrieben, könnten auch die Kosten steigen. „So ein Quatsch“, sagt Christian L. Die Tür war ja offen. Es musste wirklich nur der Zylinder ausgetauscht werden.
Ute Bitter von der Verbraucherzentrale Hessen rät, in solchen Fällen immer erst einmal Ruhe zu bewahren. Bei den Telefonaten und der Arbeit sollte man versuchen, einen Zeugen dabei zu haben. „Wie bei allen Handwerkerleistungen ist es völlig normal, die Rechnung erst einmal in Ruhe prüfen zu können“, erklärt Bitter. Zwar könne die Zahlung eines Teilbetrages sofort verlangt werden, aber nicht die ganze Summe. Wenn der Monteur deshalb anfängt zu drohen, sollte der Kunde die Polizei rufen. Es könnte dann ein Fall von Nötigung sein, meint Bitter.
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