011.03.10|News&Welt|News&Welt|
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Winnenden - Stille, Trauer und Zuversicht: Mit klammen Händen und Tränen im Gesicht legten die Schüler der Albertville-Realschule Steinplatten und rote Rosen für ihre erschossenen Klassenkameraden und Lehrerinnen nieder.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Zum Zeitpunkt des Gewaltverbrechens vor einem Jahr um 9.33 Uhr bildeten die Trauernden eine Menschenkette an der Schule. Tränen flossen, die Stille wurde von vereinzeltem Schluchzen durchbrochen. Zugleich läuteten alle Kirchenglocken in Winnenden. “Es war ohne jede Aktion, außer mit vielen, vielen Tränen und Worten, die man nicht gefunden hat. Es war ein Stück Abschluss des Geschehens, aber auch ein Blick in die Zukunft“, beschrieb Regierungsschuldirektor Wolfgang Schiele den nicht-öffentlichen Gedenkteil. “Wir sind aufmerksamer geworden. Sensibler“, sagte der Oberbürgermeister von Winnenden, Bernhard Fritz (CDU).
Neben Köhler waren auch viele Politiker der baden- württembergischen Landesregierung dabei, um ihre Anteilnahme und Unterstützung zu zeigen. Unter ihnen Ministerpräsident Stefan Mappus, Innenminister Heribert Rech, Kultusministerin Marion Schick (alle CDU), Justizminister Ulrich Goll (FDP). Sie hielten sich mit Ansprachen zurück, um der Trauer der Schulgemeinschaft genügend Raum zu geben. Frische Blumen und brennende Kerzen: Auch der Friedhof im Dorf Weiler zum Stein war am Amoklauf-Jahrestag ein Ort des Gedenkens.
Vier Opfer des Amokläufers, Schulfreundinnen mit Geburtsdaten aus den Jahren 1992 bis 1994, liegen hier direkt nebeneinander begraben. Kristina, Jana, Chantal und Steffi - auf ihren Grabsteinen steht das gleiche Todesdatum: 11. März 2009. Trauende zündeten Kerzen an, auch ein Kranz mit frischen Blumen liegt auf einem Grab. Schnee bedeckt die Erinnerungsstücke, Postkarten, Fotos und Blumen.
dpa
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