004.02.10|News&WeltFacebook
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Bonn - Dr. Bernhard Ehlen half mit seiner Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“ armen Menschen zu überleben. Doch der Patre hatte auch eine dunkle Seite, die erst jetzt ans Tageslicht kam.

© obs/Ärzte für die Dritte Welt e. V.
Dr. Bernhard Ehlen (hier mit Maria Furtwängler) half mit seiner Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“ armen Menschen in Indien oder Somalia zu überleben. Doch er hatte auch eine dunkle Seite, die erst jetzt ans Tageslicht kam. (Archivbild)
Ein Mann mit zwei Seelen: Die eine ließ Dr. Bernhard Ehlen in der Öffentlichkeit als Gutmenschen dastehen. Als solcher gründete er 1983 die Hilfsorganisation „Ärzte für die Dritte Welt“. Er und seine Mitarbeiter halfen den Ärmsten in den Straßen von Kalkutta, bauten Flüchtlingslager in Somalia oder retteten Bootsflüchtlinge in Vietnam – freiwillig und kostenlos. Für so viel Engagement gab es 1998 sogar einen Bambi.
Ehlen unterrichtete laut B.Z. 1971 Religion am Canisius sowie an der Liebfrau-
Bei „Ärzte für die Dritte Welt“, deren Präsidentin die Schauspielerin Maria Furtwängler ist, sorgte das Geständnis für Entsetzen. Auf der Homepage der internationalen Hilfsorganisation heißt es, der Vorstand, das Kuratorium sowie die Geschäftsleitung seien erst am 2. Februar 2010 über die Tatsachen informiert worden. Ehlen habe bereits 2008 den Vorstand verlassen und mit sofortiger Wirkung auch seine Mitgliedschaft im Trägerverein niedergelegt. Und Maria Furtwängler erklärte: „Bei aller Verantwortung für den Fortgang unserer Arbeit steht das Mitgefühl mit den Opfern im Mittelpunkt.“
Unterdessen wurde bekannt, dass es auch am Bonner Aloisiuskolleg des Jesuitenordens sexuellen Missbrauch gab. Ein früherer Schüler sagte der Süddeutschen Zeitung, er sei Anfang der 60er-
Die Jesuiten könnte der Missbrauchsskandal teuer zu stehen kommen: Der Anwalt Lukas Kawka aus Berlin prüft, ob man eine Sammelklage gegen den Orden in den USA einreichen kann: „Sollte sich bestätigen, dass ehemalige Schüler die amerikanische Staatsbürgerschaft haben, wäre eine Sammelklage in den USA, anders als in Deutschland, möglich. Die finanziellen Konsequenzen wären dann für den Jesuitenorden desaströs.“ Der Jurist, der einige der Opfer vertritt, erwägt aber zuerst eine außergerichtliche Einigung. Der Missbrauch stelle „kein individuelles, sondern ein kollektives Versagen“ dar. Es sei geprägt durch „konsequentes Wegsehen unter dem Deckmantel eines christlich-
tz

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