Duisburg - Nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten hat die Staatsanwaltschaft Duisburg Geschäftsräume des Veranstalters Rainer Schaller sowie zweier Sicherheitsfirmen durchsuchen lassen.

© dpa
Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller.
Entsprechende Informationen des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“ bestätigte am Samstag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zu Einzelheiten der Aktion wollte er sich jedoch nicht äußern.
Duisburgs umstrittener Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) hatte bereits zugegeben, die Öffentlichkeit bewusst über die erwarteten Besucherzahlen der Loveparade getäuscht zu haben. Stadt und Veranstalter hatten am Unglückstag vor vier Wochen (24. Juli) von 1,4 Millionen Besuchern gesprochen. Das Gelände ist nur für 250 000 Besucher zugelassen, war aber offenbar nicht ganz voll. Polizeidirektor Schalk habe weiter gewarnt, dass die “eigentliche Veranstaltungsfläche ab einer gewissen Besucherzahl überfüllt sein“ werde und dass es “zu Rückstauungen auf den Wegführungen“ kommen werde.
Der Tunnel, durch den Zehntausende Besucher auf das Gelände geführt wurden, barg laut “Spiegel“ noch ein anderes Risiko. Experten hätten im April vor einer möglichen Überflutung gewarnt: “Bei Unwetter sammelt sich Wasser im Tunnel.“
Ein Sprecher der Stadt Duisburg konnte sich zu dem Bericht am Samstag nicht äußern. Er verwies aber auf den Abschlussbericht der internen Untersuchungen, der spätestens zur Sitzung des Innenausschusses im Landtag von Nordrhein-Westfalen am 2. September vorliegen soll. “Darin wird die Stadt umfassend ihre Zuständigkeiten und ihre Aufgabenerfüllung in Zusammenhang mit der Loveparade darstellen“, sagte er.
dpa
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