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Der Ordensführer der Jesuiten stellt sich den Vorwürfen zum Missbrauchskandal an einer Berliner Schule

Missbrauchs-Skandal an Schule - Ordensführer stellt sich Vorwürfen

001.02.10|News&Welt|News&Welt|
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Artikel: Missbrauchs-Skandal an Schule - Ordensführer stellt sich Vorwürfen

Berlin - Der Ordensführer der Jesuiten in Deutschland, Stefan Dartmann, stellt sich den Fragen zum Missbrauchs-Skandal am Canisius-Kolleg. Die Straftaten sind dem Orden seit 1991 bekannt.

© dpa

Seit 1991 waren dem Jesuiten-Orden die Missbrauchsfälle an der Schule bekannt, heute stellt sich der Ordensführer den Vorwürfen und Fragen.

Der Ordensführer der Jesuiten in Deutschland, Stefan Dartmann, will am Montag am Berliner Elitegymnasium Canisius-Kolleg Fragen zum Missbrauchs-Skandal beantworten.

Der Pater hatte am Wochenende in einer Erklärung bekanntgegeben, dass er persönlich bereits Ende 2006 von der Schulleitung über “entsprechende Signale Betroffener“ informiert wurde.

Damals hätten die Opfer jedoch um absolute Diskretion gebeten. “Das jetzige Hervortreten einiger Opfer macht nun ein Untersuchungsverfahren zur vollständigen Aufklärung der damaligen Missbrauchsfälle möglich und zwingend“, erklärte Dartmann. Die Staatsanwaltschaft untersucht seit vergangener Woche Vorwürfe, wonach zwei Lehrer zwischen 1975 bis Mitte der 80er Jahre Jungen sexuell misshandelt haben.

Dem “Spiegel“ hatte Dartmann bestätigt, dass der Orden selbst sogar schon 1991 Kenntnis von den Straftaten hatte. Man habe jetzt eine Anwältin mit einer Prüfung der Akten beauftragt, “um festzustellen, was genau die Jesuiten damals wussten und welche Konsequenzen erfolgten“.

Auch der Vatikan war über die Verfehlungen im Bilde, wie der “Spiegel“ weiter berichtet. Während die Berliner Justizbehörden bisher von sieben sexuell missbrauchten Jungen ausgehen, meldeten sich übers Wochenende Medienberichten zufolge mehr als 20 Opfer.

Einer der beiden beschuldigten Lehrer gab die Taten inzwischen zu. In einem anderen Fall räumte das Erzbistum Berlin Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs gegen einen Priester ein.

ap

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