Manhunt 2: Actionspiel beschlagnahmt

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Das Amtsgericht München hat ei ne Beschlagnahmung des Kontroversen Videospiels "Manhunt 2" angeordnet. 

München - Es ist eines der kontroversesten Games der Videospiel-Geschichte: "Manhunt 2". Das Amtsgericht München hat Take-Twos Actiongame in Deutschland aus dem Verkehr gezogen.

Das berichtet die Webseite Schnittberichte.com.

"Manhunt 2" (für PC, PlayStation 2, PSP und Nintendo Wii) ist zwar bereits im Herbst 2007 erschienen - gilt aber seitdem als Paradebeispiel für extrem brutale Gewaltdarstellungen in Videospielen. In "Manhunt 2" spielt man einen Mann, der in einem geheimen Labor gefangen gehalten wurde, wo Menschen Opfer illegaler Experimente wurden. Ziel des Spiels ist es, aus der sadistischen Gefangenschaft zu fliehen. Im Wege stehen dabei Wärter und andere Gegner, die der Protagonist möglichst unerkannt umbringen muss. In kurzen Filmszenen wird dabei gezeigt, wie einem Gegner mit einem Vorschlaghammer oder einer Hellebarde den Kopf zertrümmert wird - oder wie einem Gegner eine Heckenschere durch den Hals gerammt wird.

In Ländern wie Großbritannien, Irland, Australien oder Neuseeland wurde das Spiel mit einem Verkaufsverbot belegt.

Im November 2008 wurde Manhunt 2 auch von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ( BPjM ) in Deutschland indiziert. Fortan durften Händler das Spiel nur noch an volljährige Kunden verkaufen. Zudem wurden jegliche Werbemaßnahmen für das kontroverse Game verboten.

Spiel komplett aus dem Verkehr gezogen

Nach Ansicht des Amtsgerichts München ging die Indizierung des Spiels aber nicht weit genug. Folglich ordnete es eine Beschlagnahmung von "Manhunt 2" an. Damit ist das Action-Spiel in Deutschland komplett aus dem Verkehr gezogen.

Zwar stellt das Amtsgericht in seiner Begründung fest, dass Take 2 das Spiel nach der Indizierung nicht weiter in den Verkauf gegeben habe. Dennoch bestehe weiterhin die Gefahr, dass der Titel doch in den Handel gelangen könne. Das Amtsgericht beruft sich dabei auf eine Recherche, die die Bundesprüfstelle am 13. November 2008 durchführte. Dabei stellten die Jugendschützer fest, dass "Manhunt 2" bei verschiedenen Fachgeschäften erhältlich war.

Das Amtsgericht München weist laut Schnittberichte.com noch einmal explizit darauf hin, dass der eigentliche und alleinige Spielablauf von Manhunt 2 darin besteht, Tötungen zu planen und auch auszuführen: "So würde das Spiel die Botschaft vermitteln, dass das Töten von menschlichen Wesen zu einem besonders hohen Spielspass verhilft, der noch durch die Grausamkeit der möglichen Morde gesteigert wird. So würde das Spiel zu besonders brutalem Vorgehen animieren und Gewalt zu etwas Erstebenswerten erheben.".

fro

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