Audi A3

A3 + 3-Zylinder = 4,5 Liter Verbrauch

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Neu aufgelegt: Der Audi A 3 kommt im Design etwas prägnanter auf den Markt.

Ein Mauerblümchen-Dasein führte der Audi A3 schon bisher nicht. Schließlich ist der kompakte Ingolstädter wirklich ein fescher Vertreter seiner Zunft.

Doch ab Mitte Juli wird er noch einmal eine ganze Ecke attraktiver: Audi hat den A3 kräftig aufgefrischt - und bietet ihn als Dreitürer, fünftürigen Sportback, Limousine und Cabrio auch mit einem flotten Dreier unter der Haube an. Sämtliche Linien und Kanten ein bisschen prägnanter, die Scheinwerfer im A4-Stil schmaler, die Rücklichter und der Diffusor modernisiert: Schon beim ersten Blick auf den Gegner von 1er BMW und Mercedes A-Klasse ist die Überarbeitung zu erkennen.

Zu hören ist die wichtigste Neuerung beim kräftigen Beschleunigen: Dann lässt nämlich der Einliter-Turbobenziner unter der Haube des A3 ein vernehmbares Knurren hören. Das klingt durchaus kernig-sympathisch und wird nie zur akustischen Belastung - aber man muss sich in dieser doch recht noblen Umgebung erst einmal daran gewöhnen.

An den Fahrleistungen des 115 PS starken Einstiegsmotors gibt es nichts zu meckern, der kleine Dreizylinder namens 1.0 TFSI schafft den Spurt von 0 auf Tempo 100 in 9,7 Sekunden, ist maximal 206 Stundenkilometer schnell und verbraucht laut EU-Norm 4,5 Liter pro 100 Kilometer. In der Praxis war es bei ersten Testfahrten kein Problem, eine Fünf vor das Komma zu bekommen.

Preis für den Audi A3

Ab 23.300 Euro wird der Dreier im A3 mindestens kosten - dafür hat er unter anderem serienmäßig Bi-Xenon-Scheinwerfer, das MMI-Radio plus nebst einer Bluetooth-Schnittstelle an Bord. Bereits bekannt ist der 1,4 Liter-Benziner mit 150 PS und Zylinderabschaltung, neu im Benziner-Trio ist auch der Zweiliter-TFSI mit 190 PS.

Ganz schön dynamisch geht der Audi S3 die Sache an, die Sportversion ist um zehn auf 310 PS erstarkt und fegt in knackigen 4,5 Sekunden auf 100 Sachen, ohne dabei auch nur im Ansatz das Gefühl der Übermotorisierung zu vermitteln. Die drei Diesel leisten 110, 150 und 184 PS, auf die stärkste Variante müssen Interessenten aber noch bis zum Herbst warten.

Audi A3 auch als Hybrid e-tron und g-tron

Und nicht zu vergessen die „grünen“ Versionen des A3: der Hybrid e-tron und die Gasvariante g-tron. Ganz neu ist die Möglichkeit, mit dem A3 immer online zu sein. Und zwar mit Hilfe einer fest installierten SIM-Karte für Echtzeit-Navigation, Verkehrsinfos oder soziale Netzwerke wie Twitter.

Typisch: das aufgeräumte Audi-Innere.

Einen Stau-Assistenten gibt es gegen Aufpreis ebenfalls, dazu einen Helfer, der vor Frontkollisionen warnt, und den Querverkehrs-Assistenten fürs Heck. Wer nachts Wert auf besonders wirkungsvolle Erleuchtung legt, kann auch Scheinwerfer mit Matrix-LEDs einbauen lassen. Die Entscheidung für ein Automatikgetriebe dürfte durch die Umstellung auf die aktuellste Siebengang-S-Tronic noch leichter fallen, nur im 150 PS-TDI müssen noch sechs Gänge reichen.

Unterm Strich haben die Ingolstädter den A3 mit Feinschliff an vielen Stellen noch einen ganzen Tick besser und attraktiver gemacht. Keine Frage: Der zweiten Hälfte seines sechsjährigen Lebenszyklus kann er beruhigt entgegenfahren.

Das ist der neue Audi A3 

Rudolf Huber

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